Ein erwachsener Mensch atmet in Ruhe etwa 12 bis 16 mal pro Minute. Bei etwa 6 Atemzüge pro Minute geraten drei unabhängige Systeme in einen gemeinsamen Rhythmus: Der Herzschlag, die Gehirnschwingung und der Blutdruck geraten in eine Resonanzfrequenz oder Eigenfrequenz als Baroreflex, der Parasympathikus (wirkt als Entspannung) wird aktiviert, der Sympathikus gebremst.
Unser Herz erzeugt ein elektrisches Feld mit einem Magnetfeld, messbar mit einem EKG. Dieses Feld trägt Informationen und tritt damit in Wechselwirkung im Quantenfeld, welches das Universum verbindet. Es ist auch über Nerven mit dem Gehirn verbunden, dieser Reflex geschieht alle 10 Sekunden.
Dieser Rhythmus erreicht auch Hirnbereiche, die mit Aufmerksamkeit, Bewertung und emotionalem Erleben zu tun haben, dem Präfrontalen Cortex. Der Körper kommuniziert mit dem Gehirn bei jedem Herzschlag (Kernspintomograf). Es ist ein Nervenweg, der in beide Richtungen läuft und sich messbar verändert, wenn man langsam genug atmet.
Gemäss Chandogya-Upanishad als mehrere tausend Jahre alte Indische Tradition ist dies ein Raum, wo genau so viel enthalten sei, wie im gesamten Weltraum, es geht um einen Ort der inneren Sammlung. Es besteht zwischen der Brust und dem inneren Zustand eine Verbindung, die enger ist als der heutige westliche Kopfzentrismus annimmt.
Heute wird über Elektroden gemessen, in alten indischen Lehren über die Innenschau. Wenn wir zehn Minuten in der Resonanzfrequenz atmen, wird der Baroreflex angeregt und über Wochen empfindlicher, die Vernetzung im autonomen Netzwerk des Gehirns verändert sich. Es geschieht eine deutliche Beruhigung.
Ein Mensch mit einem ruhigen Nervensystem trifft andere Entscheidungen als ein unruhiger Mensch, wir werden empfänglicher und reagieren bewusster, wir sparen Eigenenergie, wir ändern und verbessern so unser Leben und wir erfahren Heilungsmomente.
In der Praxis setzen wir uns aufrecht hin und atmen 10 Sekunden pro Atemzug, vier Sekunden ein und sechs Sekunden aus. Das längere Ausatmen ist zusätzlich beruhigend, wir atmen leise und mühelos.
Der Atem verbindet uns zu einer Einheit und verbindet uns mit dem Universum.