top of page

Wohl schon seit dem Urknall vor etwa 13,8 Mia Jahren herrschte das Yin-Yang Prinzip oder das Prinzip der Gegenseitigkeit als ein Zustand des Gleichgewichtes. Auch schon dort entstand das Universum aufgrund eines Ungleichgewichts durch eine Quantenfluktuation.

 

Wir sind im Universum und das Universum ist in uns.

Wir sind mit dem Göttlichen verbunden und das Göttliche ist in uns.

 

Es gibt stets zwei Seiten im Leben und auch in uns als Gegenpole, die sich gegenseitig stützen durch das sympathische und parasympathische Nervensystem.

Der Yin-Bereich bedeutet passives Empfangen und innere Ruhe. Der Yang-Bereich steht für Helligkeit, Wärme und Aktivität.

 

Ying ist die Verbindung mit der inneren Kraft, der Regeneration und dem Zugang zu unserem inneren Bereich, Yang ist nach aussen gerichtet. Beide Kräfte in uns dienen in unserem Leben als Ausgleich.

Unser Leben besteht aus Spannungsfeldern, vor allem durch fremde und äusserliche Reize, welche durch unsere Sinne entstehen und entsprechende Wirkung zeigen.

 

In  unserem täglichen Leben mit Herausforderungen und Ansprüchen existiert fast nur der Yang-Zustand, unbewusst leben so die meisten Menschen in einem unharmonischen Zustand, der das mentale und körperliche Befinden strapaziert.

 

Unser Leben ist wie ein Film, wo sich alles darin abspielt, aber wir sind uns nicht bewusst, dass es für einen Film eine Leinwand braucht, die stets stabil und ruhig als Untergrund im Hintergrund besteht.

 

Unser Dasein manifestiert sich mit der Wechselwirkung beider Pole, unbewusst oder durch Prägung bleiben wir im Yang-Pol auf der unruhigen, aktiven und unsicheren Seite.

 

Mit der Meditation haben wir die Möglichkeit, uns nach innen zu wenden, zur ruhigeren und besonnenen Seite, um unser Leben ausgeglichen zu führen, um mehr Zufriedenheit und Liebe zu sich und den Mitmenschen zu erfahren. Wir erhalten eine tiefere Einsicht in unser Dasein.

 


 
 
  • Fredi Steiner

Die Leere ist nicht leer, sie hat auch eine Struktur, sonst würde alles in sich zusammenfallen, sie stabilisiert alles Existierende und hat so eine wichtige Bedeutung.

In der Stille oder der Leere fühlen sich unerfahrene Menschen ohne Substanz und ohne Wert oder sind orientierungslos, sie erkennen dort kein Dasein, was Angst auslösen kann. Daher lenken sich die Menschen stets lieber mit Dingen ab. Stille und Leere spricht unsichere Menschen nicht an.

Spirituelle Leere entspricht gemäss Buddha einem hohen Bewusstheitszustand, gemäss Jesus kann sich Gott in der Leere oder Stille offenbaren. Die spirituelle Leere ist eine wichtige Möglichkeit, zu eigener Tiefe zu finden, die sonst unerreichbar bleibt.

Achtsamkeit entsteht nicht in einem verunreinigten Geist, sie existiert auch nur in der Stille oder Leere.

Volle Bewusstheit ohne ablenkende Gedanken führt uns zu einem heilsamen und nondualen Bewusstheitszustand (Samadhi, Skr.) und zu einem inneren harmonischen und aufbauenden Zustand.

Leere ist formlos, weil wir so konditioniert sind dass wir unsere Identität auf Formen ausrichten, meiden wir die Formlosigkeit. Diese Leere oder Stille ist in unserem Lebensbereich jedoch unbewusst der Hintergrund aller Form und aller Zustände.

 

Während dem Alltag gibt es stets kürzere oder längere Zwischenzustände, die wir mit dem Gebraucht von Handys oder anderen Ablenkungen überbrücken und dabei abwesend sind, wir können diesen Raum nutzen, um sich kurzzeitig sich selbst zuzuwenden mit Hilfe des Atems, der hilft, uns für einen kurzen Moment in eine ruhige und stabile Phase zu bringen.

Wenn wir uns nach innen richten, entsteht vielleicht ein Eindruck des Alleinseins, es bedeutet aber nicht Verdruss, jeder Mensch kann nur abseits vom Trubel zu seinem eigenen Grund finden, das uns unseren inneren Halt erneuert

 
 

Nur der Moment ist real und hält uns.

Das Wertvollste im Leben ist der Moment, wo das wirkliche Leben stattfindet. Gedanken sind im Leben auch notwendig, aber sie versetzen uns entweder in eine virtuelle Vergangenheit oder Zukunft, der Moment ist dem Mensch aufgrund des fast autonomen Gedankenflusses ein unbekannter Raum, obwohl unser Leben nur in jedem unmittelbaren Moment stattfindet, wo die Achtsamkeit präsent ist.

Wenn wir fähig werden, sich in die Stille einzulassen, mit Meditation oder Kontemplation, lernen wir zu uns selbst zu finden. Mit gewonnener, stabiler Geistesruhe können wir nicht Leid verhindern, aber wir sind fähiger, besser mit Leid, negativen Situationen und Frust umzugehen, aber auch Freude zu geniessen, weil wir stets in Verbindung sind mit unserer ruhenden Mitte und mit unserem stabilen Grund.

In der Meditation ziehen wir uns vom Alltag zurück in einen Raum, der uns über den Moment mit einem höheren Ganzen verbindet.

Lassen wir uns mit einer guten Haltung und ruhigen Atem in jeden gegenwärtigen Moment ein.

Meditation hilft uns zu mehr Selbsterkenntnis und wir lernen, unser Lebensfeld besser zu lesen. Es entsteht dabei nicht ein überhebliches Gefühl, aber es gibt uns das Gefühl, dass wir bei uns selbst angekommen sind.

 

Es braucht Selbstüberwindung, sich in seine eigene Tiefe einzulassen. Es verlangt viel Geduld und Ausdauer, es ist eine Lebensaufgabe, die nie aufhört, bis zum Ende, wir werden sogar auch besser auf unser Lebensende vorbereitet und erfahren dabei eine grosse Dankbarkeit, jeden Moment einfach ganz da zu sein.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

bottom of page