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Wir gehen fast das ganze Leben immer fremd --- weil wir nie bei uns selbst angekommen sind. Manche machen sich dafür auf einen Weg durch Auswanderung, Reisen, Aufenthalte, Lustbefriedigung und merken nicht, dass das Selbst immer, und jeden Moment präsent wäre.

 

Durch bewusste Einsamkeit kommen wir der Selbstfindung näher, die meisten Menschen fürchten oder vermeiden die Stille, da sie zu Angst oder Unwohlsein führen kann, weil wir uns nur dort uns selbst begegnen, in unserem eigenen Grund.

 Der innere Weg kann nur in der Stille gegangen werden, wo innerer Frieden gewonnen werden kann und keine äusserlichen Abhängigkeiten uns bedrängen.

 

Die Reise nach innen ist eine höhere Form des Daseins ohne Masken. Wer allein sein kann, entwickelt eine tiefe Selbstachtung. Das Glück der Menschen kann zerbrechlich sein, eine Abweisung oder eine schlechte Äusserung kann momentanes Glück zerstören.

 

Stille schafft Raum für persönliches, inneres Wachstum und Achtsamkeit. Sich selbst öffnen kann man nur allein, ohne fremde Hilfe und Ablenkung.

 

Wenn der Lärm der Welt verstummt, kann sich die eigene Seele öffnen, wer allein sein kann, hat Zugang zu seinem eigenen, tiefen Grund. Introspektion ist keine Flucht vor dem Leben, sondern eine Rückkehr zu seinem Ursprung. Bewusstsein entsteht im Zwischenraum zweier Gedanken, Lärm hindert ein Bewusstseinsaufbau.

Selbsterkenntnis aufbauen können weder Unis noch Lehrbücher, jeder Mensch kann nur allein Zugang zu seiner Mitte finden und sich auch dort entfalten.

 

Persönliches Wachstum entsteht nicht in der Menge, sondern im Moment der Reflektion.

Einsamkeit ist nicht Abwesenheit von etwas, sie ist die Präsenz von etwas Grösserem. Wir sind stets bedacht, dieses Vakuum zu meiden, daher schaffen wir latent Ablenkung von uns, von der Stille durch Geschäftigkeit und Lustbefriedigung aller Arten.

 

Es gibt Dinge, die nur in der Stille gefunden werden können, wie das Erfahren unserer eigenen wahren Natur und die Verbindung mit sich selbst.

 

In der Einsamkeit finden wir, was uns keine Beziehung geben kann, Sich selbst.

 
 
  • Fredi Steiner

Gerade im Alltagsleben ist es wichtig, immer wieder zu sich selbst zu finden, sich im inneren Gleichgewicht auffangen. Meditation als Übung hilft uns grundsätzlich, diese innere Harmonie und Stabilität aufzubauen.

 

Normal kennen die Menschen nur die äussere Welt der Gefühle, der Dinge und der Zerstreuung in der Vielfalt und verlieren sich darin. Sie versuchen darin stets einen unbeständigen Halt zu finden und versuchen Leid mit immer wieder neuer Lust zu verdrängen.

 

Wir können ein ruheloses Leben durch unsere Triebhaftigkeit neu ordnen, in dem wir zu unserem eigenen inneren Grund gelangen über die Stille in unserem inneren Raum und so einer zunehmenden Selbst-Entfremdung entgegenwirken. Eigene Anstrengungen können uns nicht weiterbringen, durch Öffnung in uns selbst geben wir uns der Kraft und Energie der tiefen, allumfassenden Natur frei, die uns auf den richtigen Weg bringt und wir so zu höherer Intuition gelangen.

 

Durch unsere Neigungen verdrängen wir die Liebe, um dafür unserem Ego zu dienen. Indem wir uns nach innen wenden, wachsen wir gleichzeitig über uns hinaus. Wir finden neue Ansätze, um in unserem Leben bewusster mit uns selbst und mit der Umwelt umzugehen.

 

Wir können nur mit uns selbst umgehen, wenn wir über unserer Person oder dem Individuum stehen können.

Vorstellungen und Gedanken führen uns immer wieder zu uns, zum Ich oder dem Ego zurück.

 

Unser Leben spielt sich im täglichen und gewöhnlichen Umgang ab, ohne dem wirklich bewusst zu sein. Mit Meditation versuchen wir zu einem höheren Verständnis des Lebens zu gelangen, was den Umgang mit sich und der Umwelt verbessert.

 

Indem wir uns in unseren geistlichen, stillen und inneren Raum zurückziehen, kann das Potential des Über-Ichs aus einer höheren Dimension wirken.

 

Wenden wir uns nach innen und überlassen uns der natürlichen Heilung.

 
 
  • Fredi Steiner

Nur wenige Menschen finden den Schlüssel zu ihrem inneren Herz. In der Stille finden wir zu unserer wahren Natur.

 

Ständige Reize und sensorische Überlastung hinterlassen Spuren, die wir abarbeiten müssen, viele unterliegen so einer Reizüberlastung, sie sind stets ruhelos.

 

Stille und Rückzug führen zu Heilung und innerer Balance, dort erfahren wir Transformation, was zu neuer Lebenskraft führt, welches wahre Gefühle, Gedanken und Entscheidungen und den Sinn des Daseins erweitert.

In der eigenen Präsenz können wir uns immer wieder aufbauen und sich neu wiederfinden.

 

Stille ist keine Abwesenheit, sondern Selbstfürsorge und führt zu Kenntnis des kollektiven und persönlichen Unbewussten.

Viele versuchen die innere Leere mit digitalen und weltlichen Reizen zu betäuben. Nur wenige haben den Mut in ihr eigenes Sein hinabzusteigen, wo der Lärm der Oberfläche keinen Zugang findet, wo direkte Erfahrung entsteht und wo wir uns nicht verlieren.

 

Introversion oder eigene Zurückbindung hilft zur Kenntnis auf die eigenen Gedanken, Gefühle und die Innenwelt, es ist eine Präferenz von Stimulation und des wahren Erblebens.

 

Bewusst zu sein und zu spüren, wann die Stille nährt und wirkt und wann sie zu negativer Wirkung abdriftet ist ein Zeichen von persönlicher Resilienz. Auch hier muss eine innere Balance und Authentizität gefunden werden, alles ist im Fluss.

 

Innere Stille soll nicht als Flucht, sondern als Selbstfürsorge wahrgenommen werden. Den eigenen Rhythmus zu respektieren, bedeutet eine Form von präventiver Gesundheitsvorsorge, das Leben misst sich nicht durch übermässige Abfolgen, sondern in bewusster Präsenz.

 

Wir lernen mit Meditation Schatten und Licht, Bewusstes und Unbewusstes zu integrieren, um dabei als ganze Existenz sich mit sich selbst zu versöhnen inmitten der Oberflächlichkeit.

 

Die Wahl zum Lebensplan ist jedem Meschen selbst überlassen, mit bewusster und mutiger Überwindungskraft findet jeder Mensch zu seinem inneren Potential.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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