top of page
  • Fredi Steiner

Der eigene Weg findet man auf keiner Karte und auf keinem Navigationssystem. Es braucht dazu kein Beförderungsmittel oder die eigenen Füsse. Er ist auch keine Geschichte.

 

Ein Zen-Schüler Namens Joshu fragte den Zen-Meister Nansen: “Was ist der Weg?“

Nansen: “Der Weg ist der alltägliche Geist!“

Joshu fragte weiter: “Wie findet man den Weg?“

Nansen: “Je mehr du versuchst ihn zu finden, desto mehr entfernst du dich von ihm.“

 

Meine Ansicht zum Weg ist, indem wir lernen, von unserem verhafteten Geist loszulassen, ihn immer wieder zu erforschen, unser Verstand hilft uns nicht weiter, nur die Stille lässt uns offene Freiheit, um unseren Geist zu entfesseln.

 

Dieser Weg öffnet sich durch tiefe Wahrnehmung in jedem unmittelbaren Moment, in jeder Situation und in jeder Begegnung.

Durch Praxis auf diesem Weg lernen wir, mit den eigenen unbewussten Gewohnheiten, Triebe oder Abhängigkeiten umzugehen um ein erfülltes, dankbares und glückliches Leben zu erfahren.

 

Dieser Weg ist nicht von materiellen Dingen abhängig und endet nie, weil wir ihn immer wieder in jedem Moment neu erfahren.

Es ist keine Flucht auf eine Insel oder einen attraktiven Ort und wenn es uns dort nicht passt, wieder weiterzuziehen. Das wirkliche Leben geschieht in jedem einzelnen, wertvollen Moment, wo wir Lebenssinn erfahren können.

 

 Jeder Mensch wird vor und nach der Geburt genetisch oder vor allem in den Kinderjahren durch schlechtere und gute Erfahrungen konditioniert, was zu einem besseren oder leidhafteren Leben führt, abgesehen von aktuellen äusserlichen Umständen. Aber jeder Mensch hat die Möglichkeit, innerlich zu wachsen, vor allem mit der Erfahrung der Stille, um sein Leben positiv zu entwickeln.

Wir lernen hinter unser Ego und Individuum zu schauen, um entsprechenden Gleichmut zu gewinnen.

 

Unser Leben wird nicht mehr durch latente Ablenkungen beeinflusst, wir lernen, mit sorgsamer, spiritueller Praxis unser Leben bewusst und geklärt zu führen, in stetiger Verbundenheit mit seinem inneren Selbst, welches in Resonanz mit dem ganzen Raum und etwas Höherem steht.

 
 
  • Fredi Steiner

Klarheit im Geist findet man in der Stille, fernab von weltlichen und gedanklichen Lärm, wir sind aufgehoben im Universum und erfahren uns als Teil davon und finden in der Stille darin zu uns, viele ziehen lieber Aktivitäten vor und vergessen sich selbst.

 

Zurückgezogenheit wird heute eher als negativ bewertet, die meisten fühlen sich dort unwohl und unsicher. Inmitten von Menschen und Meinungen fällt es schwer zu erkennen, was wir wirklich brauchen und wer wir sind. In der Zurückgezogenheit liegt eine grosse Kraft, wir fühlen und verstehen uns tiefer.

 

Selbsterkenntnis oder nähere Eigenkenntnis entwickelt sich in der Stille, fernab von Lärm und Betrieb. Wir sollten lernen, vorab sich selbst genug und vollständig zu sein, obwohl wir das Glück immer im Aussen suchen und obwohl wir uns trotzdem auch an Äusserlichkeiten erfreuen dürfen.

 

Wenn wir uns für eine kurze, bestimmte Zeit zurücknehmen aus dem Alltag, können wir uns mit sich selbst auseinandersetzen und wir finden dabei Seiten in unserem Leben, die wir vorher nie wahrgenommen haben und lernen sie schätzen und gebrauchen im Alltag.

 

In der Stille erkennen wir neue tiefere Bedürfnisse und Grenzen und werden authentischer. Es öffnen sich Kanäle die uns spirituell bereichern, wir erfahren subtile Energien mit einem gut ausgerichteten Geist.

 

Bei innerer, mentaler Verletztheit kann Stille mithelfen zur Heilung durch eigene Zuwendung, Heilung beginnt innerlich. Wir lernen uns besser zu schützen durch Kenntnis seiner eigenen Grenzen. Selbstfürsorge ist ein Akt der Selbstliebe.

 

Menschen mit einer gestärkten Seele, einem offenen Herzen und einer tiefen Intuition können in der intensiven Zeit der

Selbstfindung stärker beansprucht und herausgefordert werden, Weisheit geschieht nicht von selbst.

 

Wir lernen dabei auch Dunkelheit kennen, aber dafür werden wir neu geformt und vorbereitet für etwas Grösseres.

Es ist wichtig, dass wir die gewonnene und tiefere Kenntnis ins Alltagsleben integrieren, was uns ein ausgeglicheneres und zufriedeneres Leben schenkt und wir mehr Lebenssinn zu erfahren.

 
 
  • Fredi Steiner

In unserem Hirn besteht ein «Default Mode Network» (Ruhezustandsnetzwerk), das aktiv wird, wenn das Hirn durch keine Reize gestört wird und wir nicht auf Tagestätigkeiten ausgerichtet sind. Schon dabei kann das Gehirn gemäss Wissenschaft besser auf unsere Emotionen, Erinnerungen und Selbstreflektion zugreifen sowie mehr Lebenssinn erfassen. Es zeigt, dass auch ohne eigenen Antrieb unser Hirnverbund aktiv bleibt.

 

Es ist ein reizunabhängiger Zustand, wo ein Netzwerk verbundener Hirnregionen aktiv wird, was zu internen und kognitiven Prozessen führt. Offenbar nutzt das Hirn oder unser Geist, wenn er in einem freieren und ungehinderten Zustand ist, sein menschlichstes und komplexestes Potential, was wohl den meisten Menschen nicht bewusst ist.

 

Stille geht über diesen Zustand noch hinaus und führt uns in eine neue Dimension, die vielen unbekannt bleibt.

 

Meditation stützt diesen Zustand zusätzlich und sorgt für Stabilität ohne Tagträume. Um unseren Geist beständig zu halten sitzen wir zur Unterstützung mit einer gut aufgerichteten Körperhaltung und guten Kontakt zur Erde und zum Kosmos und fühlen uns gehalten und daheim, aufgehoben im Moment.»

 

Buddha: «Denken fragmentiert die Wirklichkeit und erzeugt eine Illusion des Seins, die zu Leid führen kann. In der Stille können wir einen Bewusstheitszustand durchbrechen, der viel tiefer geht als unser Denken und unser Verstand.»

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

bottom of page