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  • Fredi Steiner

Grosse Liebe ist universell, sie verbindet und durchdringt den ganzen Kosmos.

 

Wir fühlen uns unbemerkt immer mehr als Werkzeug und Objekt, wir funktionieren fast nur noch wie Maschinen.

Dadurch entfremden wir uns stets mehr von uns selbst, von unserer Seele und unserem Herz und leben zusehends wie in einer Verwahrlosung von uns selbst.

 

Mit der höheren Liebe entgegnen wir diesem Zustand mit der Annahme seiner eigenen Existenz und der Sorgfalt zu sich selbst. Spirituelle Liebe ist ein tiefes Grundgefühl, das alles Existentielles umfasst und jeden Moment diese positive Haltung lebt. Das ganze Sein erstrahlt damit, es gibt keine einzelnen Stückwerke. Spirituelle Liebe geht einher mit der spirituellen Erfahrung, sie lässt die göttliche Gegenwart erfahrbar machen.

 

Diese tiefe Liebe führt zum Verständnis, dass alle im tiefen Grund und Herzen miteinander verbunden sind, sie führt zu einer höheren und kraftvolleren Präsenz und Ausstrahlung.

 

Meditation hilft uns, die Liebe zu vertiefen, zu erfahren jenseits von Worten und Gedanken. Liebe fördert das Mitgefühl für alle Menschen, Tiere und Pflanzen. Diese Liebe kann uns niemand nehmen, sie trägt uns bis in den Tod.

 

 Nur der Moment bietet uns den Raum diese Liebe bewusst und direkt zu leben, man kann sich freuen für etwas Vergangenes und Zukünftiges, aber Leben können wir die Liebe nur unmittelbar.

 

Liebe bedeutet Annehmen, was ist, auch schlechtes Wetter und Unannehmlichkeiten welche wir transformieren können.

 

Den Moment zu lieben bedeutet, sich und das ganze Universum ganz anzunehmen ohne Vorbehalte. Spirituelle Liebe ist eine Kraft ohne Begrenzungen.

 
 

Ein Mann kam zum Arzt und klagte, er habe überall Schmerzen.

Er sagte:

«Immer, wenn ich mich mit dem Finger hier an der Brust berühre tut es weh, wenn ich mich am Bauch berühre tut es höllisch weh und wenn ich mich an der Nase berühre – Autsch, das tut auch weh!» Auch bei anderen Körperstellen spüre er beim Berühren Schmerzen.

 

Der Arzt untersuchte dann den Mann, schliesslich erklärte er:

«Mein Herr, ich finde nichts krankes an diesen Stellen. Das Problem ist, sie haben einen gebrochenen Finger.»

 

Dieser gebrochene Finger ist stellvertretend für ein gebrechliches und unstabiles ICH.

 

Wenn das Ich getrennt ist von einem grösseren Ganzen, vom Göttlichen, wirkt es labil und hat keinen festen Grund, von wo es sich stets aufbauen kann.

 

Unser Ego hingegen wird latent durch äussere Einflüsse und Konditionierungen beeinflusst und führt uns von unserem Wesenskern weg. Das höhere Ich ist unser authentisches Selbst, das in einer natürlichen Form existiert, ohne Muster oder Einschränkungen.

 

Die Erfahrung des spirituellen Ichs hilft uns, schwierigere Zeiten zu überstehen und ein erfülltes Leben zu führen. Es hilft uns, zu einem tieferen Sinn zu finden im Leben, der über den materiellen Bereich hinausgeht und uns zu Verbindung zu etwas Grösserem hilft.

 

 Die Identifikation mit diesem gebrochenen ich, das stets seine Erfahrungen mit dem Werten macht führt zu Unsicherheit und Unzufriedenheit

 

Wenn wir von dieser Unwissenheit als Gebrechen zur wahren Natur erwachen, gibt es keine Leiden mehr.

 
 

Im “Nicht-Tun“ entsteht in uns ein Gefühl von Wertlosigkeit, weil wir unser Selbst nicht kennen, obwohl unser innerer Wert das Höchste und Wertvollste ist, das eigene Sein.

 

Durch Loslassen und sich in die Stille einlassen, gibt es in unserem Geist entsprechenden Raum oder Vakuum, um die Natur der Einheit und reine Gegenwart in uns wirken zu lassen. In der Stille entsteht nicht Orientierungslosigkeit, sondern es gibt uns ein Gefühl des Aufgehoben-Sein in einer höheren Welt, das uns Kraft und Halt gibt in möglichen weltlichen oder sogar schlimmen Situationen.

 

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Nichts und wenden sich lieber stets an Phänomene, welche nicht der realen Wirklichkeit entsprechen, das wirkliche Leben wird stets übergangen.

 

Das eigene Selbst bleibt unbekannt. Nach dem Erwachen merken wir, dass wir nicht von der uns umgebenen Welt verschieden sind, wir nehmen sie anders wahr.

 

Wir können nicht mit Gedanken unsere eigenen Gedanken “schauen“ oder wahrnehmen. Das ist nur jenseits der Gedanken möglich, in der Stille.

 

In der Stille finden wir zu unserem Gleichgewicht und finden näher zu uns selbst, eben ohne äusserliche Ablenkungen wir erleben dabei den gegenwärtigen Moment und die unverzerrte Wirklichkeit.

 

 In der Stille nehmen unsere Sinnesorgane wohl unsere Umgebung wahr, jedoch lassen wir uns nicht in dessen Wirkungen ein, welche mentale Zustände beeinflussen oder Assoziationen entstehen lassen, die latent unser Weltbild verändern und verzerren.

 

Mit dem Fokus auf den Atem und auf die innere Ruhe können wir alles geklärt sehen, spüren, schmecken wie es eben gerade ist im Moment. So entsteht Stille in uns, die uns hilft, uns zu festigen und schenkt uns Präsenz in tiefster Form.

 

Laotse: “Nur wer rein und still ist, kann eine Richtschnur für die Welt sein.“

 

Friedrich Willhelm Nietzsche: “Die grössten Ereignisse – das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.“

 

Abschluss, Nietzsche: “Alles bei ihnen redet, nichts gerät mehr und kommt zu Ende. Alles gackert, aber wer will noch still auf dem Neste sitzen und Eier brüten.“

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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