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  • Fredi Steiner

Es geht um die Aufzählung buddh. Texte von Buddha.


Kapitel 2, Text 21

«Achtsamkeit ist der Weg zum Todlosen

Unachtsamkeit der Weg zum Tod

Wer achtsam lebt, der stirbt nicht mehr

doch der Unachtsame ist schon wie tot.»


Auch im Aramäischen heisst es:

«Tot sein bedeutet nicht Hier, sonders anderswo sein.

Den grossen Teil unseres Lebens sind wir mit Herz und Kopf anderswo, abwesend, also tot, weil das Leben im Hier und Jetzt existiert.»


Achtsamkeit bezieht sich auf den Moment, auf das Jetzt. Diese Unmittelbarkeit, das Jetzt oder den Augenaufschlag ist zeitlos und ewig, wie vor dem Urknall ohne Raum und Zeit oder einem schwarzen Loch im Weltall mit Singularität. Die Vergangenheit und die Zukunft existieren nicht mehr in einem schwarzen Loch, es existiert nur Nichts und zugleich Alles aber unfassbar und unerreichbar.


Die Unmittelbarkeit verbindet Raum, Zeit und Ewigkeit wie eine Schnittstelle zu einem kosmischen Ganzen, wenn wir bewusst und achtsam leben, beginnt unser Leben nicht und endet nicht, sind schon vor der Geburt und nach dem Tod präsent, Leiden existieren nicht, wir lernen Gelassenheit. Nur wenn wir in einer Welt der Dualität, dem Materiellen und Phänomenen leben, werden wir anfällig durch unkontrollierte Gefühle und den Skandhas (Buddh. Anhäufung und Kreislauf von Form-Gefühle-Wahrnehmung-Geistesformationen-Bewusstsein), die uns beherrschen und erfahren Freud und Leid. So bleiben wir nicht im Selbst sondern sind eine Manipuliermasse aller äusserlichen und latenten Impulse. Unsere Gedanken führen uns so immer weg von der Wirklichkeit. Es ist schon viel wert und wir sind geistig schon weiter, wenn wir uns im Alltag diesem Zustand bewusst werden.


So lassen wir uns in die Stille ein, welche uns mit der Unmittelbarkeit verbindet, beständig ist und uns stützt.

Atemzug für Atemzug lassen wir uns Stück für Stück nach innen gleiten, haben Vertrauen loszulassen.



Abschluss:

Buddha wurde kurz vor seinem Tod gefragt, wen er als Nachfolger bestimmen wollte. Er sagte:

«Ich habe die Lehre (Dhamma/Darma) dargelegt, ohne ein Innen und Aussen.

Seid selbst eure Insel, selbst eure Zuflucht, habt die Lehre als Insel, die Lehre als Zuflucht, habt keine andere Zuflucht.»

 
 
  • Fredi Steiner

Im Buch «Wolke des Nichtwissens» gibt es ein Kapitel über Demut


Demut heisst nicht, mit gesenktem Kopf umhergehen, sonst schlägt man ihn an der nächsten Strassenlampe an.


Vollkommene Demut entsteht aus unserer innersten Mitte. Mit Demut lernen wir unsere eigenen Grenzen kennen, was zu höherer Erkenntnis und zum eigenen Selbst führt.


Auch die reine oder universelle Liebe entsteht durch Demut. Bei der stillen Betrachtung dieser unfassbaren Liebe auf einer höheren Dimension entsteht Staunen. Gemäss der Wolke des Nichtwissens verstummen die Gedanken mit einer Annäherung zu einer göttlichen, überströmenden Liebe.


Durch tiefe Demut und Liebe und die Verbindung zum unfassbaren Höchsten gelangt der Mensch in ein Wissen, welches das weltliche Wissen jedes einzelnen Menschen übersteigt.

Solche Erfahrungen oder Impulse sind zwar eher von kurzer Dauer, aber die Seele empfindet dabei nichts anderes als den wahren Grund des Seins und der ganzen Schöpfung.


Auch wenn wir in den klaren Sternenhimmel blicken und unzählige Sterne am schwarzen Firmament sehen und in die Tiefen des Universums blicken, fühlen wir uns demütig angesichts der unendlichen Weiten aber fühlen uns gleichzeitig auch als Teil eines grossen Ganzen. Unsere Person verblasst dabei.


Wir erfahren in solchen Momenten eine innere Reinigung, gemäss dem Text von Patanjali (indischer Philosoph):

«Durch die innere Reinigung entstehen geistige Klarheit, heiteres Gemüt, Konzentrationsfähigkeit, Kontrolle der Sinne und Eignung für die Verwirklichung des Selbst.»


Abschluss:

Rabindranath Tagore: «In welche Weiten mussten meine Augen schweifen, bis ich sie schloss und sah: «Hier bist Du!»»

Einfach verbunden mit der Ganzheit, ist jeder Ort der richtige Ort.

Das ganze Sein blüht in jedem Moment auf mit richtiger, innerer Betrachtung.

 
 
  • Fredi Steiner

Unser Denken bringt uns im alltäglichen Leben zu weltlichen Erkenntnissen und drängt uns zu stetiger Aktivität, somit stets zu neuer Identifikation.

Das Denken brauchen wir, um unseren eigenen Alltag zu bewältigen, jedoch distanziert es uns dauernd zu Abwesenheit von einer höheren Dimension oder tieferen Einsicht in unserem Leben.

Mit dem reinen Dasein und der daraus entstehenden Liebe entsteht die Heilung der Seele weit intensiver als durch Gedanken, Vorstellungen und Betrachtungen. Im Einklang sein mit der göttlichen Natur erreichen wir mehr, als wenn wir unsere Sinne auf etwas Heiliges oder heilige Klänge richten. Ein Verbleib in der materiellen Welt hindert uns über unser weltliches Dasein zu gelangen.

Der geistliche Weg befreit uns aus zwischenmenschlichen und materiellen Verstrickungen und übersteigt die eigenen Begierden durch Liebe und Güte und wir erhalten dafür innere Stabilität. Durch unlautere Gedanken hingegen geraten das Herz und der Wille in Abhängigkeit, wir werden über die eigenen unkontrollierten Sinne fehlgeleitet.



Daher ist es wichtig, zu lernen, die Gedanken und Gefühle bewusst zu schauen, was sie sind und wie sie wirken. Diese zu erkennen stärkt uns im Leben. Normalerweise wähnen wir uns selbst in und mit den Gedanken, in der "Wolke des Nichtwissens" lernen wir über die Gedanken hinauszusteigen und nicht unbewusst von ihnen lenken zu lassen.


Dafür richten wir uns in der Übung nach innen und lernen den Moment wahrzunehmen. Mit beständiger Praxis werden unsere inneren Anlagen gestärkt, dazu ist Geduld und Vertrauen ins Ungewisse hilfreich.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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