- Fredi Steiner

- 7. Mai 2021
- 2 Min. Lesezeit
Es geht um die Aufzählung buddh. Texte von Buddha.
Kapitel 2, Text 21
«Achtsamkeit ist der Weg zum Todlosen
Unachtsamkeit der Weg zum Tod
Wer achtsam lebt, der stirbt nicht mehr
doch der Unachtsame ist schon wie tot.»
Auch im Aramäischen heisst es:
«Tot sein bedeutet nicht Hier, sonders anderswo sein.
Den grossen Teil unseres Lebens sind wir mit Herz und Kopf anderswo, abwesend, also tot, weil das Leben im Hier und Jetzt existiert.»
Achtsamkeit bezieht sich auf den Moment, auf das Jetzt. Diese Unmittelbarkeit, das Jetzt oder den Augenaufschlag ist zeitlos und ewig, wie vor dem Urknall ohne Raum und Zeit oder einem schwarzen Loch im Weltall mit Singularität. Die Vergangenheit und die Zukunft existieren nicht mehr in einem schwarzen Loch, es existiert nur Nichts und zugleich Alles aber unfassbar und unerreichbar.
Die Unmittelbarkeit verbindet Raum, Zeit und Ewigkeit wie eine Schnittstelle zu einem kosmischen Ganzen, wenn wir bewusst und achtsam leben, beginnt unser Leben nicht und endet nicht, sind schon vor der Geburt und nach dem Tod präsent, Leiden existieren nicht, wir lernen Gelassenheit. Nur wenn wir in einer Welt der Dualität, dem Materiellen und Phänomenen leben, werden wir anfällig durch unkontrollierte Gefühle und den Skandhas (Buddh. Anhäufung und Kreislauf von Form-Gefühle-Wahrnehmung-Geistesformationen-Bewusstsein), die uns beherrschen und erfahren Freud und Leid. So bleiben wir nicht im Selbst sondern sind eine Manipuliermasse aller äusserlichen und latenten Impulse. Unsere Gedanken führen uns so immer weg von der Wirklichkeit. Es ist schon viel wert und wir sind geistig schon weiter, wenn wir uns im Alltag diesem Zustand bewusst werden.
So lassen wir uns in die Stille ein, welche uns mit der Unmittelbarkeit verbindet, beständig ist und uns stützt.
Atemzug für Atemzug lassen wir uns Stück für Stück nach innen gleiten, haben Vertrauen loszulassen.
Abschluss:
Buddha wurde kurz vor seinem Tod gefragt, wen er als Nachfolger bestimmen wollte. Er sagte:
«Ich habe die Lehre (Dhamma/Darma) dargelegt, ohne ein Innen und Aussen.
Seid selbst eure Insel, selbst eure Zuflucht, habt die Lehre als Insel, die Lehre als Zuflucht, habt keine andere Zuflucht.»
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