- Fredi Steiner

- 5. Mai 2021
- 1 Min. Lesezeit
Im Buch «Wolke des Nichtwissens» gibt es ein Kapitel über Demut
Demut heisst nicht, mit gesenktem Kopf umhergehen, sonst schlägt man ihn an der nächsten Strassenlampe an.
Vollkommene Demut entsteht aus unserer innersten Mitte. Mit Demut lernen wir unsere eigenen Grenzen kennen, was zu höherer Erkenntnis und zum eigenen Selbst führt.
Auch die reine oder universelle Liebe entsteht durch Demut. Bei der stillen Betrachtung dieser unfassbaren Liebe auf einer höheren Dimension entsteht Staunen. Gemäss der Wolke des Nichtwissens verstummen die Gedanken mit einer Annäherung zu einer göttlichen, überströmenden Liebe.
Durch tiefe Demut und Liebe und die Verbindung zum unfassbaren Höchsten gelangt der Mensch in ein Wissen, welches das weltliche Wissen jedes einzelnen Menschen übersteigt.
Solche Erfahrungen oder Impulse sind zwar eher von kurzer Dauer, aber die Seele empfindet dabei nichts anderes als den wahren Grund des Seins und der ganzen Schöpfung.
Auch wenn wir in den klaren Sternenhimmel blicken und unzählige Sterne am schwarzen Firmament sehen und in die Tiefen des Universums blicken, fühlen wir uns demütig angesichts der unendlichen Weiten aber fühlen uns gleichzeitig auch als Teil eines grossen Ganzen. Unsere Person verblasst dabei.
Wir erfahren in solchen Momenten eine innere Reinigung, gemäss dem Text von Patanjali (indischer Philosoph):
«Durch die innere Reinigung entstehen geistige Klarheit, heiteres Gemüt, Konzentrationsfähigkeit, Kontrolle der Sinne und Eignung für die Verwirklichung des Selbst.»
Abschluss:
Rabindranath Tagore: «In welche Weiten mussten meine Augen schweifen, bis ich sie schloss und sah: «Hier bist Du!»»
Einfach verbunden mit der Ganzheit, ist jeder Ort der richtige Ort.
Das ganze Sein blüht in jedem Moment auf mit richtiger, innerer Betrachtung.
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