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Gedanken sind der Ausgangspunkt allen weltlichen Geschehens.

Wenn man die Welt sieht, macht man sich schon darüber Gedanken.


Wir wähnen uns stets als äusserst beschäftigt, auch wenn wir es nicht sind und sind dabei so nie bei uns selbst. Unser Denken bringt uns im alltäglichen, beschränkten Leben lediglich zu weltlichen Erkenntnissen und drängt uns zu stetiger Aktivität und damit zu immer fluktuierender neuer Identität.


Zugleich hindert uns das Denken zu tieferen Einsichten zu gelangen, jenseits des Denkens. Wir werden latent abgelenkt durch verstandesmässige Betrachtungen von etwas, welches geringer ist als die höchste Einheit.


Eine Sehnsucht nach dem reinen Dasein und der daraus entstehende Impuls der Liebe, dient der Heilung der Seele weitaus mehr als alle Gedanken, Vorstellungen und Betrachtungen.


Im Einklang mit sich und dem Göttlichen zu sein bringt uns und der Welt mehr, als wenn wir unsere Sinne auf etwas Heiliges oder heilige Klänge richten, auf etwas Gegenständliches.


Schon ein leiser Gedanke entfernt uns von einem reinen Zustand, umso mehr bewirkt ein unbewusster Gedanken unsere Abwesenheit.



Bei einer tiefen, geistlichen Praxis kann ein guter Gedanke bis zu einem Punkt weiterhelfen, um auf den inneren Weg zu gelangen, auf dem intensiveren Weg löst man sich von den Gedanken, welche uns stets einschränken.


Der Weg zu unserem eigenen Grund können wir nicht erdenken, wir können ihn nur erfahren in der Stille, mit freiem Atem, der uns hält und führt.


Das heisst, stets das Richtige zur richtigen Zeit!

 
 

Wie gehe ich mit den Gedanken in der Stille um? Was bewirken sie, die Gedanken vermitteln stets eine Botschaft an mich.

Stille ergibt die Gelegenheit, überhaupt sich der Gedanken bewusst zu werden um letztlich, sich von ihnen zu lösen. Ein Gedanke ist gut, wenn wir lernen, damit umzugehen und nicht von ihm treiben zu lassen. Wenn er aus unserer eigenen Tiefe kommt, lernen wir näher zur Wahrheit über unser Selbst und unser Leben zu kommen. Ein geführter Gedanke kann die innere Haltung eines Menschen stärken. Falsche Gedanken können Verheerendes bewirken, sie führen zu Stolz, Narzissmus, Arroganz und eitle Selbstdarstellung.


In der Kontemplation wird bei der Übung nicht auf Gedanken eingegangen. Vielleicht begeben wir uns in einen “Bardo-Zustand“ also in einen Zwischenzustand, der Gelegenheit gibt, unser Herz zu öffnen und den Verstand zu klären, gemäss einem tibetischen, buddhistischen Meister.

Ein offenes Herz führt dabei zu vollem Mitgefühl für alle Wesen. Ein klarer Verstand versteht die Wirklichkeit aller Phänomene.


Nach buddhistischer Lehre ist das Ziel der Praxis, das Durchschauen der in den Bardos erscheinende Phänomene als Projektionen des eigenen Geistes zu erkennen.


Normalerweise beginnen wir in dieser Welt lediglich mit dem aktiven Leben, und beenden dies auch so bis zum Verlassen dieser Welt.


Das aktive Leben besteht aus frohen Erlebnissen aber auch aus Auseinandersetzungen, Sorgen und Mühen.

Das geistliche Leben kann sich nur in der Stille und Zurückgezogenheit entfalten (nach innen gerichtet), dort finden wir den inneren Frieden.


Die Erfahrung des geistlichen Lebens hilft uns im aktiven Leben zu besserer Übersicht und besseren Umgang mit sich und der Welt.


Wichtig ist es, im Alltag mit dem aktiven und dem geistlichen Leben richtig umgehen zu können. Wir dürfen uns wohl auch an etwas freuen im aktiven Leben und eine grosse Zufriedenheit und Gelassenheit im geistlichen Leben erfahren.



Abschluss:

«Beständiges Glück kann nur dann bestehen, wenn das Glück in uns entsteht.»

 
 
  • Fredi Steiner

Ulrich Warnke, “Quanten Philosophie und Interwelt“

Unidozent, er betrieb unter anderem Forschung zu Quantenphilosophie und Bionik.


Das Standardwissen der Wissenschaft erfasst bloss vier Prozent der energetischen Prozesse, die unser Leben ausmachen.


Ist Glaube nur eine Aktivität bestimmter Hirnareale? Bedeutet Liebe nichts weiter als ein hirnchemisches Feuerwerk, das uns Illusionen vorgaukelt?

Oder sind wir als denkende und fühlende Wesen nicht weit mehr als das Produkt biologischer Vorgänge?


Spiritualität ist die Fähigkeit, das volle Potenzial von Geist und Seele zu nutzen und eine Verbindung zum Transzendenten aufzubauen. Dabei bilden wir eine höhere Form von Wissen und erhalten Zugang zu Informationen jenseits von wissenschaftlichen Umständen. Jeder Mensch hat die Anlagen dazu, wenn man sie nicht verkümmern lässt.


Wenn wir uns mit einer höheren Dimension auseinandersetzten, sehen wir hinter die Kulissen des weltlichen Daseins, wir hinterfragen und erforschen, was uns umgibt und merken, welch schöpferisches Potential wir in uns tragen würden.


Mit gelebter Spiritualität gelangen wir in den Einklang mit dem schöpferischen Universalgesetz, aus dem sich alles entfaltet. Wir selbst können darüber bestimmen, ob unser Leben zufrieden verläuft, ob wir Liebe finden oder in emotionaler Isolation bleiben.


Wir sollten in unserem Leben nicht nur dort stehen bleiben, was die allgemeine Menschheit weiss. Wir sollten weitergehen und lernen zu schauen und wahrnehmen was sich dahinter verbirgt als eine Art Interwelt, als Terra incognita.


Plötzlich begreifen wir allmählich, dass es Bereiche in unserem eigenen Leben und Dasein gibt, dessen Wirklichkeit wir neu erkennen und entsprechend wirken können.


“Um sein Nichtwissen wissen ist das Höchste. Um sein Wissen nicht wissen, ist krankhaft.“

Laotse (3. od. 4. Jh.v.Chr.), historisch nicht faßbarer chin. Philosoph



Abschluss:

Werner Heisenberg:

“Der erste Drunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber am Grunde des Bechers wartet Gott.“


Auf dem tiefen Grund gibt es nichts mehr zu messen oder Versuche zu machen, er entschwindet den weltlichen Möglichkeiten.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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