- Fredi Steiner

- 9. März 2023
- 1 Min. Lesezeit
Gedanken sind der Ausgangspunkt allen weltlichen Geschehens.
Wenn man die Welt sieht, macht man sich schon darüber Gedanken.
Wir wähnen uns stets als äusserst beschäftigt, auch wenn wir es nicht sind und sind dabei so nie bei uns selbst. Unser Denken bringt uns im alltäglichen, beschränkten Leben lediglich zu weltlichen Erkenntnissen und drängt uns zu stetiger Aktivität und damit zu immer fluktuierender neuer Identität.
Zugleich hindert uns das Denken zu tieferen Einsichten zu gelangen, jenseits des Denkens. Wir werden latent abgelenkt durch verstandesmässige Betrachtungen von etwas, welches geringer ist als die höchste Einheit.
Eine Sehnsucht nach dem reinen Dasein und der daraus entstehende Impuls der Liebe, dient der Heilung der Seele weitaus mehr als alle Gedanken, Vorstellungen und Betrachtungen.
Im Einklang mit sich und dem Göttlichen zu sein bringt uns und der Welt mehr, als wenn wir unsere Sinne auf etwas Heiliges oder heilige Klänge richten, auf etwas Gegenständliches.
Schon ein leiser Gedanke entfernt uns von einem reinen Zustand, umso mehr bewirkt ein unbewusster Gedanken unsere Abwesenheit.
Bei einer tiefen, geistlichen Praxis kann ein guter Gedanke bis zu einem Punkt weiterhelfen, um auf den inneren Weg zu gelangen, auf dem intensiveren Weg löst man sich von den Gedanken, welche uns stets einschränken.
Der Weg zu unserem eigenen Grund können wir nicht erdenken, wir können ihn nur erfahren in der Stille, mit freiem Atem, der uns hält und führt.
Das heisst, stets das Richtige zur richtigen Zeit!
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