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Mit Meditationspraxis reagieren wir ruhiger und bewusster auf Reize durch mehr Gelassenheit, welche wir mit regelmässiger Übung gewinnen. Wir werden bewusster und lernen, den aktuellen Moment realistisch wahrzunehmen. Wir gewinnen so mehr Freiheit in unserem Dasein.


Wir kommen dabei in die Lage, uns selber beim Denken und Fühlen zu beobachten, wir begegnen uns selbst dabei mit einer wohlwollenden und wertschätzenden Art.


Primäre oder schmerzhafte Empfindungen sind stets Auslöser für eine Vielzahl negativen Empfindungen des eigenen Körpers und des Lebens, die zu Depressionen und Ängsten führen können. Allein das unvoreingenommene, nicht-wertende Beobachten eines jeweiligen Momentes kann schon einen heilenden Effekt entfalten.


Indem wir unsere Hirnstruktur vergrössern und anpassen, verändert sich dabei auch unsere Psyche grundlegend. Wir lernen dabei, als Grundlage aktuelle Situationen und Empfindungen so zu akzeptieren, wie sie sind, Körper und Geist werden entspannt.


Beim Fokussieren auf ein Wort oder Gegenstand (Meditation), resp. völlig loslassen der Gedanken (Kontemplation) wächst unsere Aufmerksamkeit und wir bringen uns so näher in das momentane Geschehen in unserem Leben.


Indem wir lernen, uns nach innen zu wenden, werden auch unsere Hirnareale neu aktiviert, die Dichte der synaptischen Verbindungen nehmen zu. Wir können dadurch anderen Menschen offener begegnen.


Je mehr wir in Begriffen befangen sind, umso mehr entfernen wir uns von der Wahrheit. Jeder Mensch ist im Grunde ohne Rang.

Meister Sosan sagt: «je mehr ihr sagt, je mehr ihr denkt, desto weiter entfernt ihr euch von der Wahrheit.

Wenn ihr nicht an Worten und Unterscheidungen hängt, und auf alle relativen Mittel verzichtet, dann seid ihr eins mit allem.»

Wichtig ist die Frage des eigenen Lebens zu verstehen, die eigene Lebensweise zu durchdringen.

In der Stille ohne Vorstellungen und Gedanken nähern wir uns unserem eigenen Grund, der uns innere Kraft und Stabilität spendet.

 
 
  • Fredi Steiner

Wir befinden uns häufig und unbewusst in Zwangssituatio-nen physisch oder gedanklich, in der Meinung ja keine Aktivitäten irgendwelcher Art oder Beschäftigungen im Internet zu verpassen, mit der Angst das Leben läuft an uns vorbei. Der Ausdruck «FOMO» (Fear of missing out) gilt heute als Social-Media-Krankheit.

Es geht darum, mit der Übung im Sitzen den tieferen Sinn in unserm Leben zu finden. Nicht der Mensch ist es der die Frage nach dem tieferen Sinn des Lebens stellt, es ist ja so, dass der Mensch selber der Befragte ist, aber wer fragt dann. Indem wir uns von unserem Individuum distanzieren durch die Übung des Loslassens finden wir den Weg dazu.

Wir können sehr wohl unbehaftet sein, eben nur dort, wo wir nicht getrieben werden durch Äusserlichkeiten. Eigentliches Menschsein fängt überhaupt erst dort an, wo kein Getrieben Sein vorherrscht.

In den indischen Veden heisst es:

«Das, was sieht, kann nicht gesehen werden; das was hört, kann nicht gehört werden; und das, was denkt kann nicht gedacht werden.»


Im Thomas Evangelium soll der Mensch sich selbst ergründen und erkennen lernen, wer er ist, Äusserlichkeiten können dabei nicht helfen. Wer sich nicht erkennt, hat gar nichts erkannt. Wer aber sich selbst erkannt hat, hat aber auch schon Erkenntnis über die Tiefe des Alls erlangt.»


Nur die Kenntnis des Moments gibt uns die Möglichkeit, sich selbst zu kennen.

Gemäss Thomas Evangelium erklärt Jesus: «Selig ist, wer war, bevor er wurde.»

 
 
  • Fredi Steiner

Gemäss ChatGPT bezieht sich unser Geist auf Bewusstsein, Gedanken, Wahrnehmung, Intelligenz und kognitive Fähigkeiten.

Spirituell wird der Geist als immaterielle Essenz betrachtet, welche über den Körper hinausgeht.


Shurangama Sutra

In einem Gespräch zwischen Buddha und Ananda geht es darum, was unser Geist ist.

Ananda mag sich erinnern, dass Buddha erklärte, dass der Geist weder innerhalb noch ausserhalb des Körpers besteht.

«Auch wenn der Geist zwischen irgend etwas ist, ist diese Aussage bedeutungslos.»


Auch unser Wesen ist nicht der Geist, das ist ein Missverständnis. Buddha: «Es ist, als ob du einen kleinen Dieb (Geist) als dein eigener Sohn betrachtest. Dabei verlierst du die Bewusstheit deines ursprünglichen Geistes und dabei vielleicht dich selbst,wiederholende Geburten und Tode entstehen.»


Würde der Geist, nachdem ein erfasstes Objekt entschwunden ist, sich noch immer mit dessen unterscheidenden Natur befassen, heisst das, dass der Geist seine Substantialität verloren hat.


Wenn sich etwas bewegt, ein Objekt, geht es um das Gegenüber, das sich bewegt oder ändert, nicht der Geist.

Weshalb lassen wir den Körper den Geist kontrollieren, anstatt der Geist den Körper. Weshalb lassen wir uns von den Sinnen täuschen, anstatt beim wahren, unveränderlichen Geist zu bleiben, was zu Bewegung, Konfusion und Leiden führt.


«Du solltest alles, was dich verändert als “Staubteile“ (flüchtig) sehen und das, was unveränderbar ist, als das, was deine wahre Natur des Geistes ist.“


Das, was sich verändert unterliegt der Vergänglichkeit (auch innerhalb des Lebens viele Individuelle Veränderungen) – das Unveränderliche (jenseits von Individualität) ist frei von Tod und Wiedergeburt.


Die Augen sehen viele unterschiedliche Sachen nah und weit, jedoch die Wahrnehmung der Augen bleibt immer die gleiche.


Unser Geist ist heute stets überfordert und findet nicht mehr zu seiner eigenen Natur zurück, was uns zu latenten Trugschlüssen führen kann.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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