- Fredi Steiner

- 10. Sept. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Mit Meditationspraxis reagieren wir ruhiger und bewusster auf Reize durch mehr Gelassenheit, welche wir mit regelmässiger Übung gewinnen. Wir werden bewusster und lernen, den aktuellen Moment realistisch wahrzunehmen. Wir gewinnen so mehr Freiheit in unserem Dasein.
Wir kommen dabei in die Lage, uns selber beim Denken und Fühlen zu beobachten, wir begegnen uns selbst dabei mit einer wohlwollenden und wertschätzenden Art.
Primäre oder schmerzhafte Empfindungen sind stets Auslöser für eine Vielzahl negativen Empfindungen des eigenen Körpers und des Lebens, die zu Depressionen und Ängsten führen können. Allein das unvoreingenommene, nicht-wertende Beobachten eines jeweiligen Momentes kann schon einen heilenden Effekt entfalten.
Indem wir unsere Hirnstruktur vergrössern und anpassen, verändert sich dabei auch unsere Psyche grundlegend. Wir lernen dabei, als Grundlage aktuelle Situationen und Empfindungen so zu akzeptieren, wie sie sind, Körper und Geist werden entspannt.
Beim Fokussieren auf ein Wort oder Gegenstand (Meditation), resp. völlig loslassen der Gedanken (Kontemplation) wächst unsere Aufmerksamkeit und wir bringen uns so näher in das momentane Geschehen in unserem Leben.
Indem wir lernen, uns nach innen zu wenden, werden auch unsere Hirnareale neu aktiviert, die Dichte der synaptischen Verbindungen nehmen zu. Wir können dadurch anderen Menschen offener begegnen.
Je mehr wir in Begriffen befangen sind, umso mehr entfernen wir uns von der Wahrheit. Jeder Mensch ist im Grunde ohne Rang.
Meister Sosan sagt: «je mehr ihr sagt, je mehr ihr denkt, desto weiter entfernt ihr euch von der Wahrheit.
Wenn ihr nicht an Worten und Unterscheidungen hängt, und auf alle relativen Mittel verzichtet, dann seid ihr eins mit allem.»
Wichtig ist die Frage des eigenen Lebens zu verstehen, die eigene Lebensweise zu durchdringen.
In der Stille ohne Vorstellungen und Gedanken nähern wir uns unserem eigenen Grund, der uns innere Kraft und Stabilität spendet.
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