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Damit wir innerlich wachsen und weiterkommen, geschieht dies nicht mit Kopfarbeit und Intellekt oder Körperbetätigungen. Unser ganzes Wesen ist daran beteiligt und es geschieht in einer anderen Dimension, indem wir uns innig und ausgerichtet auf unser Innerstes einlassen, in den Moment, weder mit Worten oder Gedanken, nur mit grosser Offenheit und Liebe.

 

Diesen Zustand erreichen wir nicht durch anstrengende Bemühungen und Leistungen, sondern mit Hingabe und Demut, was zu innerem Frieden führt.

 

Es geht darum, im gegenwärtigen Augenblick zu uns selber zu finden und zu uns zurückzukehren. Es ist zugleich ein Weg, der uns gleichzeitig mit dem Universalen und der Zeitlosigkeit in Berührung bringt.

 

Es ist eine Übung des Nichtstuns, aber dafür geht es darum, ganz hier mit sich zu sein. Wir sind so dabei, vollkommen im wirklichen Leben anzukommen und anwesend zu sein.

 

Nur unser ruhiger Atem begleitet uns dabei, welcher dafür sorgt, uns mit einem grenzenlosen Raum zu verbinden.

 

So erreichen wir eine gute Stabilität in unserem Geist, was uns hilft, unser wirkliches Leben wahrzunehmen ohne Verzerrungen, für uns selber, für die Angehörigen und für die Welt durch Harmonie.

 

 Griechischer Dichter Äsop:

«Von einem Frosch befragt, wie er seine vielen Beinchen koordiniert, gerät er unweigerlich aus dem Tritt.»

 

Lernen wir, koordiniert durch das Leben zu gehen.

 
 

Erich Fromm (1900 – 1980) hat den Zen-Buddhismus studiert.

 

Psychoanalyse und Zen befassen sich mit dem Wesen des Menschen und dessen Weg, der zu seiner Wandlung führt.

Psychoanalyse ist rein wissenschaftlich und nicht philosophisch resp. religiös, sie wird für Geisteskrankheiten eingesetzt. Zen ist ein Weg zur geistigen Erlösung.

 

Die meisten Menschen meinen, dass sie nicht in einer Krise der westlichen Kultur leben als «Malaise», als Abstumpfung des Lebens, als Selbstentfremdung und Entfremdung seiner Mitmenschen und der Natur. Nur das Denken wird für rationell gehalten, Affektivität (den Moment bewusst erleben) hat an Bedeutung verloren.

 

Der Mensch verwandelt sich in ein Ding (materielle Personifizierung), das Sein wird vom Haben beherrscht.

Der Mensch weiss nicht mehr, wofür er lebt, daher ist sein Ziel, der Unsicherheit und der Einsamkeit zu entrinnen.

Der Mensch stürzt sich in die Objektivität.

 

Nach Freud suchte der Mensch in der Hilflosigkeit des menschlichen Daseins nach einem Glauben in einer Allmächtigkeit. Nach Freud kann nur der Mensch sich selbst erlösen und die Herausforderung des Seins annehmen.

 

Es geht um die Überwindung eines egoistischen Ichs und die Verwirklichung von Liebe, Objektivität und Demut vor dem Leben.

 

 Der Taoismus und der Buddhismus besitzen eine Rationalität (bewusstes Denken und Handeln) eines Realismus als sichtbare und unverzerrte Darstellung der Wirklichkeit, der den westlichen Religionen überlegen ist, was zu erwachten Menschen führt. Diese Fähigkeit besitzt als Potential jeder Mensch.

 

Der Zen-Buddhismus hilft dem Menschen, auf die Frage seiner Existenz eine Antwort zu finden. Die Lehren des Ostens sind kongenialer als westliche, religiöse Lehren.

 
 
  • Fredi Steiner

Thích Nhất Hạnh, buddh. Mönch 1926-2022

 

Unser Leben geschieht unmittelbar, in jedem Moment neu. Nur im «Hier und Jetzt» lässt sich das Leben direkt und tief berühren.

Achtsames und freies Atmen bringt uns stets auch im Alltag in den unmittelbaren Moment zurück von der latenten Zerstreuung.

 

Wenn wir im achtsamen Atmen verankert sind, verpassen wir unser Leben nicht, das wir nur im Hier und Jetzt erfahren können.

 

Viele meinen, nur wenn sie zukünftige Bedürfnisse befriedigen können, könnten sie glücklich sein und verpassen das wirkliche Glück, einfach ganz da zu sein und aufzugehen im gegenwärtigen Moment. Wir opfern das Jetzt durch Unkenntnis und verpassen das aktuelle Leben, welches sich über den lebendigen Moment mit allem verbindet.

 

Das Eine umfasst alles, das Eins-Sein bringt uns in Resonanz mit dem Kosmos, dem grenzenlosen Raum und der Zeitlosigkeit. Es trägt die Spanne der Ewigkeit in sich mit Vergangenheit und Zukunft.

 

Wenn wir uns unser Denken und Tun nur auf äussere Umstände beziehen, fühlen wir uns unbewusst verloren. Wir brauchen eine Zuflucht, auf die wir uns immer stützen können, der Insel unseres eigenen Selbst.

 

Wenn wir lernen, zu unserem inneren Frieden zu gelangen, hilft uns das, Heilung und Transformation aufzubauen.

 

 Rastlosigkeit ist eine Krankheit unserer Zeit und wo wir uns dadurch innerlich immer mehr leer fühlen durch die täglichen Ablenkungsfaktoren.

 

Das «Jetzt» ist das Einzige, was uns stabilisiert, was zuverlässig und real ist.

 

Erich Fromm (Psychoanalytiker):

«Wer bin ich, wenn ich bin, was ich habe und dann verliere, was ich habe»  Ich würde sagen, dann bin ich frei!

 

 

Abschluss:

Gefühle kommen und gehen wie Wolken an einem windigen Himmel. Bewusstes Atmen ist mein Anker.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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