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  • Fredi Steiner

Existiert Liebe nur in Bezug zu einem Gegenüber und ist sie begrenzt?

 Dich selbst zu lieben und zu achten ist die wichtigste Voraussetzung, um andere Menschen zu lieben und zu respektieren. Wenn wir uns selbst nicht lieben, wen können wir dann lieben?

Gemäss Krishnamurti muss sich der Geist sehr tief in sich selbst versenken, um wirklich zu eigener Liebe zu finden. Dort finden wir vielleicht die Reinheit dessen, was Mitgefühl, Liebe und Wissen genannt wird.

 

Der Inhalt unseres Geistes ist zu einem grossen Teil ein künstlich konstruiertes Gebilde. Liebe kann dieses tief verankerte Muster aufbrechen.

 

Die Wissenschaft kann mit Intelligenz fast alle technischen Probleme lösen, aber mit einem hohen technischen Wissen werden die menschlichen Probleme nicht gelöst, auch gemäss der aktuellen weltlichen Situation.

 

Liebe als eine Energieform kann eine höhere Einsicht, Erkenntnis oder Intuition bilden.

 

Krishnamurti:

“Sich selbst kennenzulernen, sich so zu sehen, wie wir wirklich sind, kann uns niemand beibringen. Auch kann man sich selbst nicht so sehen, wie man wirklich ist, wenn man an geistigen Verhaftungen, Dogmen und Ängste gebunden ist.“

 

 Thich Nhat Hanh:

“Wenn Liebe und Achtsamkeit etwas Schönes berühren, offenbaren sie dessen Schönheit und Zufriedenheit,

wenn sie etwas Schmerzvolles berühren, wandeln sie es um und heilen es.“

 

Buddha sagt, solange man sich selbst nicht liebt, kann man sich unmöglich selbst erkennen.

 

Wenn wir in der Stille sitzen, lernen wir uns selbst achtsam und liebevoll wahrzunehmen, als ganzes Wesen.

 
 

31.10.24        

Eine ruhige, aufgerichtete Körperhaltung hilft uns, unseren Körper und in der Folge unseren Geist zu beruhigen.

 

So lernen wir, unsere latenten Gedanken überhaupt bewusst wahrzunehmen und deren Bedeutung richtig zu erfassen um entsprechend zu reagieren, dies ist nur mit Geduld und Kontinuität möglich.

 

Durch Liebe und innerlicher Zufriedenheit entsteht in unserem Geist eine Harmonie oder Ausgeglichenheit, unser inneres Wesen gelangt in eine höhere, nicht alltägliche Dimension und hilft uns zu einem subtileren Bewusstheitszustand und zu einem übersichtlichen Wirken in der Welt.

 

Eigene Anstrengungen können uns dabei nicht weiterhelfen, reine Hingabe löst uns von zwanghaftem Lebenswandel.

Unser Geist ist ein konditioniertes Phänomen, das uns vielfach keine Freiheit lässt und uns täglich steuert und unser freies Wirken beeinträchtigt.

 

Wir leben latent mit einer Anhäufung aus Wertungen, Bildern, Ideen, Erinnerungen und anderen Arten des Wissens, die kollektiv das Gefühl von einem Individuum ausmachen.

Diese Anschauungen sind dann vielfach Quellen eines Konfliktes. Jeder Mensch produziert seine eigenen Anhäufungen, welche zu Spaltung führen können.

 

Indem wir durch unsere Übung fähig werden, Lebenssituationen zu durchschauen, um mit innerer Ruhe darüber zu stehen, wird unser Leben und das der Mitmenschen geklärter und friedfertiger. Wir finden zu einem höheren Wissen.

 

 Nur die innere Stille öffnet uns den Raum, um unseren Geist zu regenerieren und schenkt uns stabilere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

 

Zitat von Ramana Maharshi indischer Weiser 1879 -1950:

“Es gibt einen Zustand jenseits von Anstrengungen und Anstrengungslosigkeit. Solange er nicht erreicht ist, sind Anstrengungen notwendig.“

 

Ramana Maharshi:

Das “Selbst“ ist das, wo es absolut keinen „Ich“-Gedanken gibt. Das nennt man „Stille“.

 

Das Selbst ist unser innerer Grund und Pol, das in jeder einzelnen Zelle als Grundlage ist.

 
 
  • Fredi Steiner

24.10.24 Wenn wir unseres eigenen Denkens bewusst werden, erfahren wir, wie wir davon ablassen können und jenseits des Denkens gelangen, so dass wir zu einer höheren Einsicht finden.

 

Wir merken dabei, dass unser Denken nur in einer dualistischen Situation möglich ist. Dabei entstehen latent persönliche Wertungen, was zu Disharmonie führen kann und uns stets in innere Unruhe versetzt.

 

Denken bewirkt, dass wir unser Leben fragment-haftig anschauen, also bruchstückhaft und nicht als Ganzes.

 

Wir werten dadurch nur alle einzelnen Teile, sehen die Welt und das Leben nicht als Ganzes, brauchen so unsere Energie und missbrauchen unser Geist, der uns selbst latent in Abwesenheit bringt.

 

Normalerweise können wir uns und die Welt nicht als Einheit wahrnehmen, weil das so unser tägliches Leben ist und wir so geprägt und empirisch gewachsen sind. Wir lernen in der Stille mit Gedankenmustern umgehen und erfahren eine implizierte oder höhere Ordnung oder Grundlage.

 

Mit Denken sind wir mit dem Gehirn in der Zeit verfangen.

 

Nur das Wirken einer Einsicht als innere Sicht kann die Stille unseres Geistes und das Wesen unserer tiefen Natur und Weisheit offenbaren, was zu Ausgeglichenheit geistiger Ruhe führt.

 

 Einsicht ist eine Form der Erkenntnis oder ganzheitlicher Wahrnehmung und Achtsamkeit, die unabhängig vom Denken ist. Wir lernen dabei einen verborgenen Teil unseres Lebens kennen, der nicht vergänglich ist und uns stets Halt gibt.

 

Indem wir uns im Sitzen in die Stille einlassen, sind wir bereit, unsere innere Energie wirken zu lassen.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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