top of page
  • Fredi Steiner

Im Dammapada gibt es folgender Vers:

«Mit all deiner Kraft schneide den Strom ab

Erkenne das Vergehen aller Gestaltungen

Dann erkennst du das Unentstandene.»

 

Wo war die Welt vor dem Urknall, wo waren wir vor der Zeugung.

Ist unsere sinnlich erfahrene Welt alles oder gibt es noch etwas, was unsere Sinne nicht erfassen können. Was bedeutet das für uns?

Das Unentstandene ist nicht messbar und fassbar, es bedeutet eine ewige, ungeschaffene Realität, die nicht durch Ursachen oder Bedingungen existiert und unterliegt nicht der Vergänglichkeit.

 

Wenn wir uns von unseren Geistformationen, dem Denken zurückziehen, können wir uns dem Unentstandenen, der wahren unverfälschten Natur nähern, was unseren Geist ins Gleichgewicht bringt. Es ist eine Dimension ohne Formen und Begrenzungen.

 

Das Unentstandene ist eine Verbindung zu etwas grösserem oder Transzendenten, jenseits des diesseitigen Bestehenden.

 

Unser eigenes Selbst ist jenseits einer Situation vom Werden wo noch absolute Geistesruhe besteht als übergeortnete Realität oder Kraft, die über das Materielle hinausgeht.

 

Wir sind praktisch ständig mit Reizen konfrontiert, so dass wir stets in einem Reaktionsmuster gefangen sind. Somit verbringen die Menschen einen grossen Teil im Leben in einem Zustand geistiger und körperlicher Anspannung, was zu negativen gesundheitlichen Zuständen führt.

 

Heute sind Umstande, den Geist in den Zustand der Einheit und Stille zu bringen, verloren gegangen und ein spekulatives Weltbild beherrscht die Menschen im Leben.

 

Aussage von Viktor E. Frakl (1905-1992) Neurologe und Psychiater:

Er sagt: Viele erleben ein Sinnlosigkeitsgefühl was in ein existenzielles Vakuum führt.

 

Lassen wir einen tieferen Sinn fürs Leben entstehen, indem wir uns in die Stille begeben, ins wirkliche Sein  und finden wieder Geistesruhe, die uns hält und trägt.

 

Lernen wir wieder, z.B. eine Blume zu bestaunen und uns damit verbinden. Es tut uns und unserer Seele wohl.

 

Wir lernen sogar über uns selbst wieder zu staunen.

 
 
  • Fredi Steiner

423 Verse enthalten im Dhammapada die Lehren Buddhas.

 

Buddha wurde kurz vor seinem Tod, 483 vuZ gefragt, wen er zum Nachfolger bestimmt.

Darauf sagte er: «Seid selbst eure Insel, selbst eure Zuflucht, habt die Lehre als Insel, die Lehre als Zuflucht, habt keine andere Zuflucht.»

 

Der erste Teil des Wortes Dhammapada, «Dhamma» bedeutet nebst der Lehre das Tragende, das universelle Gesetz, Tugend, Daseinserscheinung.

«pada» bedeutet: Fuss, Spur, Pfad.

 

«Alle Dinge entstehen im Geist (Absicht, Ausführung)

Sind unseres Geistes Schöpfung

Rede mit unreinem Geist

Handle mit unreinem Geist

Und Leiden werde dir folgen

Wie das Rad dem Fuss folgt

Der den Wagen zieht.

 

«Alle Dinge entstehen im Geist

Sind unseres Geistes Schöpfung

Rede mit reinem Geist

Handle mit reinem Geist

Und Glück wird dir folgen

Wie der Schatten dem Körper folgt

Und nicht weicht.

 

Wenn wir lernen, mit unserem Geist achtsam umzugehen, gewinnen wir rechte Sicht auf alle Zustände und Situationen und deren Umgang, die uns im Leben begegnen.

 

 Wir können mit unseren mentalen Zuständen wie Gier, Begehren, Leidenschaften, Wut erkennen und im richtigen Mass damit umgehen.

 

Groll durch leidhafte vergangene Situationen können wir in einem anderen, besseren Licht sehen und entsprechend mit Liebe entgegnen, wir erfahren stets Einsicht und Frieden.

 
 

Es geht darum, ein tiefes Vertrauen in die kosmische Natur aufzubauen. Das Potential oder die Buddhanatur dafür ist in jedem Menschen stets präsent, durch latente Gedanken wird diese innere, anwesende Kraft stets verdrängt, meistens bis zum eigenen Tod.

 

Einmal sich Einhalt zu gebieten, ohne an äusserlichen Gedanken zu hangen, betrachten wir ohne tiefere Kenntnis als unnütz und verschwenderisch. Unser wirkliches und wahres Leben bleibt auf der Strecke.

 

Gedanken führen uns von unserem Sein, von der Realität weg. Im Zwischenraum der Gedanken existiert unsere volle Aufmerksamkeit, wir sind da ganz bei uns und sind verbunden mit der Einheit. Richtiger und bewusster Atem sorgt dabei für ganze Aufmerksamkeit im Moment und schenkt uns ein Gefühl der Gesamtheit.

 

«Im Zwischenraum der Gedanken beginnt die stille Wahrheit. Hier endet das Tun, hier beginnt das Sein. Zwischen zwei Gedanken öffnet sich ein offenes Tor, kein Gestern, kein Morgen, nur reines Sein.»

 

In diesem heiligen Raum lauscht die Seele, berührt von der Ewigkeit.

 

 Man kann mit Denken nicht der Stille bewusst werden. In dieser Stille ist man in einem hohen Bewusstseinszustand, wir lernen uns selbst zu erkennen jenseits von Konzepten.

 

Wir lernen in der Stille eine grosse uneingeschränkte Weite kennen und öffnen uns für ein erweitertes Bewusstsein bis auf Metaebene. Gegenständlichkeit wird zu Einheit, wir kommen mit unserem eigenen Grund in Kontakt.

 

Stille schenkt uns die Unmittelbarkeit. In der Stille kann sich verborgenes Potential entfalten.

 

Es geht dabei auch darum, die eigenen Emotionen zu reflektieren und zu regulieren.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

bottom of page