top of page

Die einzige Art, wie wir die Einheitserfahrung erfahren und verstehen können geht über unseren alltäglichen und auch brauchbaren Verstand hinaus. Sie ist auch nicht messbar, es kann nur durch eine persönliche Erfahrung und Erweiterung geschehen.

 

Als verkörperte und bewusste Wesen vergessen wir die wahre und reine Natur – eben durch die Identifikation mit unserer Person als Individuum. Durch die Erfahrung des Einsseins können wir uns selbst erfahren.

 

Was ich bin oder das wahre «ICH» oder Selbst besteht aus einer grösseren Realität.

 

Bei einem Entscheid für ein bewussteres und spirituelleres Leben entsteht eine persönliche Veränderung, wir kommen näher in Einklang mit einer Schöpfung.

 

Die kollektive Psyche befindet sich auf einer Bewusstseinsebene, die über dem Einzelnen hinausgeht. Wir sind nur ein einziges Wesen mit unzähligen Masken. Wenn alle Masken fallen, finden wir zu uns selbst, zu etwas Unvergängliches.

 

Unser fragmentarisches Denken kann uns nicht zu Einheit führen. Trotzdem müssen wir uns dessen bedienen. Immerhin bringt uns dieses Kenntnis schon auch weiter.

 

Einheit ist das unlösbare oder heimliche Ziel der Evolution.

Wir leben in vielen Dimensionen gleichzeitig, der Eindruck, in Raum und Zeit gefangen zu sein ist eine Illusion.

 

 Die Wirklichkeit ist unvorstellbar, unser Gehirn ist nicht darauf ausgelegt, mit Unvorstellbarem zu arbeiten, wir könnten uns aber an eine unbewusste Lebensweise gewöhnen und annähern innerhalb der Naturgesetzen.

 

Durch klares Bewusstsein werden wir uns selber bewusst und sind bereit Einheit zu erfahren.

 

Ein tiefes Bewusstsein im Kontext mit Einheitserfahrung schenkt uns eine stabile Stütze im Zusammenhang mit unguten Erfahrungen, fast wie die kosmische Hintergrundsstrahlung, die das ganze Universum erfüllt. Sie kann nicht einer irdischen oder kosmischen Quelle zugeordnet werden. Strahlung war schon im Urplasma gefangen und existent, nach der Entkoppelung der Strahlung ca. 380 000 Jahren nach dem Urknall existiert diese kosmische Hintergrundstrahlung noch heute.

 

Auch in jedem Mensch existiert das Potenzial eines tiefen Bewusstseins oder eines Gefühl des Einsseins. Auch bei uns ist eine Entkoppelung unseres eingeschränkten Betriebssystems möglich, sogar etwas schneller als im Kosmos. So wie die Hintergrundstrahlung unseren Platz im Universum zeigt und hilft, die Entstehung von Raum und Zeit zu verstehen, können wir mit tieferem Zugang zu unserem Bewusstsein und Einssein näher zu unserem eigenen Wesen sowie zu dem der Anderen Menschen finden.

 

Das Universum ist Natur, wir und unser Lebensweg sind eigentlich Natur.

 
 
  • Fredi Steiner

Im Sanskrit gibt es den Begriff: «Pratityasamutpada», als das Prinzip der bedingten Entstehung, das die wechselseitige Abhängigkeit aller Phänomene beschreibt.

Dieser Begriff kann auch mit dem Begriff der Leerheit (Sunyata) in Verbindung gebracht werden was heisst, dass alle Phänomene keine eigenständige Existenz besitzen.

 

Samskara bedeutet im Buddhismus, dass wir oder unsere geistigen Formationen durch Gedanken, Absichten, Erlebnissen geformt werden, das heisst durch äussere Einflüsse.

Ständig sucht unser Geist nach neuen Eindrücken, die uns latent prägen und konditionieren, das äusserliche Ich wird geformt.

 

Es geht darum, gemäss Zen, die wilden Affen in unserem Geist zu zähmen, diese Zustände zu erforschen, um dann über diese Unbeständigkeit hinauszugehen und zu einem höheren Bewusstsein zu gelangen und den Geist davon zu befreien.

 

Ein freier Geist ohne zwanghafte Begierden und Wertungen beruhigt sich von selbst. Er verliert seine Rastlosigkeit und führt zu inneren Frieden und Ausgeglichenheit. So fliessen Gedanken und Impulse harmonisch, wir sind so im Gleichgewicht.

 

In der buddh. Philosophie wird Samskara als geistige Eindrücke angesehen, welche ein Eigenleben führen, sie zwingen uns zu unseren beschränkten Reaktionen und berauben uns unseres freien Willens.

 

Die meisten Menschen bauen ihre Identität auf diesem Fundament auf, ohne zu wissen, dass sie sich dafür entschieden haben, was zu entsprechenden existentiellen Umständen führt.

 

Unsere Existenz ist nur individuell gestaltet und entspricht meistens nicht der Wirklichkeit.

Wenn wir uns durch einsprechende Übung in die Gegenwart, in das Sein versetzen, können wir uns von festgefahrenen Erfahrungen lösen, und loslassen, um Raum für intuitive, spontane und offene Geistzustände zu gewinnen.

 

Eine solche Erfahrung berührt unser Herz und befreit es von oberflächlichen Zuständen, die uns das Leben schwer machen.

 

Es geht darum, das wirkliche Selbstbild in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu leben um zu richtiger Erkenntnis zu gelangen.

 

Unser Leben ist das Ergebnis unseres eigenen gestalteten Bewusstsein.

 
 
  • Fredi Steiner

Weder ein Mensch noch Bücher (Internet, Apps usw.) können uns eine höhere Lebenssicht oder die tiefere Natur offenlegen. Alles hängt davon ab, ob wir uns mit entsprechender Willenskraft mit Wechselwirkung mit unserem höheren Sein bereit sind, uns dazu einzulassen und einen Zugang dazu bereitzustellen mit genügend Überwindungswillen.

 

Menschen, die es im Leben nicht so einfach haben sind vielleicht zugänglicher, sich zu öffnen und damit ihr Schicksal eher zu akzeptieren und anzunehmen.

 

Tüchtige Menschen sind sich gewohnt, ihren Alltag und ihre Lebensaufgaben gut zu bewältigen, können aber unerfreulichen Situationen nicht aus dem Weg gehen.

 

Der innere Weg führt alle Menschen auf den gleichen tiefen Grund, die einen entsprechenden Willen haben im gleichen Pfad weiterzugehen, um sich und dem Moment näherzukommen. Es geht darum, Begrenzungen zu einem erwachten Leben und einem erweiterten Bewusstsein zu überschreiten um sich dem ewigen Sein zu nähern.

 

Eine grosse Offenheit löst eine höhere Zuwendung aus, je mehr man sich der Wirklichkeit und dem Moment nähert, je mehr sollte man sich von Gedankenimpulsen lösen, dabei finden wir zu einem grossen Vertrauen in die Stille, die uns unbemerkt stets umgibt und uns Halt schenkt.

 

Dieser innere Weg offenbart sich einfach als Geschenk, wo wir uns von einem für uns unbekannten und unerschaffenen Raum begleiten lassen können und auch gehalten werden. So verläuft unser Leben in einer harmonischen Verfassung im Einklang mit uns selber und einer höheren Ordnung.

 

Finden wir den Mut, den Weg zu uns selbst anzunehmen zu einer gesunden Selbstachtung ohne fremde Faktoren.

 

Schon kleine Fortschritte helfen uns, den eigenen Alltag mit mehr Liebe und Offenheit zu gestalten und jeden Moment dankbar zu leben und bewusster anzunehmen.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

bottom of page