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Es geht darum, ein tiefes Vertrauen in die kosmische Natur aufzubauen. Das Potential oder die Buddhanatur dafür ist in jedem Menschen stets präsent, durch latente Gedanken wird diese innere, anwesende Kraft stets verdrängt, meistens bis zum eigenen Tod.

 

Einmal sich Einhalt zu gebieten, ohne an äusserlichen Gedanken zu hangen, betrachten wir ohne tiefere Kenntnis als unnütz und verschwenderisch. Unser wirkliches und wahres Leben bleibt auf der Strecke.

 

Gedanken führen uns von unserem Sein, von der Realität weg. Im Zwischenraum der Gedanken existiert unsere volle Aufmerksamkeit, wir sind da ganz bei uns und sind verbunden mit der Einheit. Richtiger und bewusster Atem sorgt dabei für ganze Aufmerksamkeit im Moment und schenkt uns ein Gefühl der Gesamtheit.

 

«Im Zwischenraum der Gedanken beginnt die stille Wahrheit. Hier endet das Tun, hier beginnt das Sein. Zwischen zwei Gedanken öffnet sich ein offenes Tor, kein Gestern, kein Morgen, nur reines Sein.»

 

In diesem heiligen Raum lauscht die Seele, berührt von der Ewigkeit.

 

 Man kann mit Denken nicht der Stille bewusst werden. In dieser Stille ist man in einem hohen Bewusstseinszustand, wir lernen uns selbst zu erkennen jenseits von Konzepten.

 

Wir lernen in der Stille eine grosse uneingeschränkte Weite kennen und öffnen uns für ein erweitertes Bewusstsein bis auf Metaebene. Gegenständlichkeit wird zu Einheit, wir kommen mit unserem eigenen Grund in Kontakt.

 

Stille schenkt uns die Unmittelbarkeit. In der Stille kann sich verborgenes Potential entfalten.

 

Es geht dabei auch darum, die eigenen Emotionen zu reflektieren und zu regulieren.

 
 
  • Fredi Steiner

Die Entscheidung, über sein eigenes Ich zu gelangen, führt zu Weisheit und ergänzt das weltliche Leben mit einem neuen Inhalt.

 

Das weltliche Leben zu überschreiten kann Angst auslösen. Es gib das Gefühl, sein kleines Ich und das schon erschaffene hinter sich zu lassen.

 

Nur stetige, regelmässige und massvolle Übung helfen uns weiter und halten uns auf dem Weg.

 

Sich selbst zu erforschen ist eine lebenslange Aufgabe, um stets zu erkennen, wer ich wirklich bin ohne materielle und gegenständliche Erscheinungen, die unsere Sinne latent beschäftigen. Unser Leben spielt sich immer ausserhalb von uns selbst ab, unser Geist ist immer mit Phänomenen beschäftigt, welche jedem Menschen seine eigene spekulative Welt hervorbringt.

 

Ohne Übung findet unser Geist keine Ruhe, um sich nach innen, zum eigenen inneren Herzen zu richten und die Welt so zu erfassen, wie sie wirklich ist

 

Wir kennen nur den Halt an äusserlichen Dingen, der ständig Veränderungen unterliegt, was uns Stress bereitet. Der innere, tiefste Halt ist in jedem Menschen präsent, um dahin zu kommen, müssen wir zuerst unsere äussere grobe Schale durchdringen. Indem wir uns in die Übung der Stille begeben, kommen wir mit unserer inneren Welt in Einklang.

 

Wir gewinnen psychische Stabilität und eine Verankerung zu unserem Selbst. Dieser Halt ist unzerstörbar.

 

Text von Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis vor seiner Hinrichtung:

 «Wenn uns die äusseren Stützen schwinden und wir uns verlassen fühlen,

dann lernt der Mensch sein innerstes ergründen und findet Halt,

der niemals wird zerschellen.»

 
 
  • Fredi Steiner

Der gegenwärtige Moment ist alles, wo wir unser reines Leben je wirklich erfahren können. Es gibt nie eine Zeit, vor und nach dem Jetzt, in der unser Leben nicht eben dieser unmittelbare Moment ist und doch kennen wir ihn nicht. Das Jetzt begleitet uns ein Leben lang. Es ist stets anwesend und wir nehmen es nicht wahr.

 

In unserem normalen verstandesmässigen Zustand wird unser Potenzial oder unsere Möglichkeit einer Bewusstseinserweiterung, die im Jetzt verborgen bleiben. Es ist wegen unserer latenten geistigen Ausrichtung in dieser Zukunft und die Vergangenheit, wo latente Muster unserer Gedanken, Emotionen, Verhalten und Wünsche sich ablösen was uns mal besser und mal weniger gut hilft, das tägliche Leben zu bestreiten.

 

Unser Verstand erschafft stets neue Vorstellungen von der Zukunft als eine Art Flucht vor einer unbefriedigenden Gegenwart, wo wir uns plötzlich fast verloren fühlen.

 

Der einzige Ort, wo wirkliche Veränderung stattfindet, ist das Jetzt, wo auch gemäss Mystiker das Tor zum Göttlichen ist.

 

Den meisten Menschen fällt es schwer zu glauben, dass unser Verstand oder unser Denken frei von unzulänglichen Situationen möglich ist.

 

Der befreite Zustand in unserem Geist ist Jetzt oder gerade hier.

 

Es gibt keine Freiheit in der Zukunft, nur die Gegenwärtigkeit hilft uns frei zu werden im Denken und im Verstand, wir haben dazu die Möglichkeit unserem unmittelbaren, wirklichen Leben Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Im Jetzt finden wir den Raum oder die Lücke, um mit unserem reinen Leben, das tiefer ist als unsere weltliche Anwesenheit, in Einklang zu kommen.

 

Seien wir der stillen und reinen Gegenwart bewusst, jenseits von Lärm, nehmen wir die Stille jenseits aller Turbulenz wahr, indem wir die Geräusche nicht bewerten und beurteilen.

 

Beobachten wir dabei den Rhythmus unseres Lebens, fühlen wir das Ein- und Ausströmen unseres Atems, fühlen wir dadurch die Lebensenergie.

 

Wir gelangen so über unseren alltäglichen Verstand und erwachen aus der Zeit in die Gegenwart.

 

Diese befreiende Ergänzung in unserem Alltag hilft uns zu besserem Umgang mit uns selbst, mit den Mitmenschen und der Verrichtung von Tätigkeiten.


Buddha Geschiche                     Fredy Steiner

Ein Mann hat schon seit längerer Zeit Buddha begleitet und seine Lehrreden verfolgt.

Eines Tages sagte er zu Buddha, er habe in seinem Gefolge Nonnen und Mönche kennengelernt. Eine Gruppe davon hat sich dabei sehr positiv geändert, eine andere Gruppe hat sich nicht verändert und die dritte Gruppe hat sich negativ verändert.

Wie lässt sich das erklären?

 

Buddha fragte den Mann, aus welcher Stadt er komme.

 

M Ich komme aus Rajagaha, ich habe dort meine Familie.

 

B Dann kennst du den Weg dorthin also gut.

 

M Ja so gut, dass ich ihn auch nachts im Dunkeln gehen kann

 

B Wenn dich jemand nach dem Weg fragt, kannst du es im erklären?

 

M Ich glaube kaum, dass es ein anderer besser kann

 

B Wenn du aber jemand den Weg genau erklärst, aber er bleibt in Benares, ist es dann deine Schuld, dass er nicht nach Rajagaha kommt?

 

M Nein, ich bin ja nur den Wegweiser, ich zeige ihm ja nur den Weg.

 

B Ja, genau so mache ich es.

 

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mehr verirrte Menschen sehe. Sie kommen mit sich nicht weiter oder verschlechtern ihre Situation

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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