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  • Fredi Steiner

Ein natürlicher Fluss fliesst nicht gerade, er hat natürliche Biegungen und Windungen. Bei einem Wasserfall lässt sich das Wasser bedingungslos und frei fallen.

Die einzelnen Tropfen im Wasserfall vermengen sich zu einer Kraft und Freude. Sie lassen sich frei fallen, wenn sie unten im Teich angekommen sind, finden sie selbst wieder ihren Weg mit einem Grundvertrauen und sie lassen den Wasserfall, wie ein Ereignis in unserem Leben, so wie er ist zurück.

Das Wasser fliesst weiter zufrieden seinen vorgeformten Flusslauf, es wird eins mit dem Flusslauf.

Wenn wir stets versuchen, unseren natürlichen Lauf im Leben zu begradigen oder zu verbiegen, verlieren wir unsere natürlichen Bahnen, unsere Weite und Freiheit geht verloren, die Natürlichkeit wird uns geraubt.


Unsere eigenen Vorstellungen und die Gesellschaft versuchen unseren Lebensfluss stets künstlich zu begradigen oder zu verzerren. Sogar wir selbst versuchen unsere Natürlichkeit und Freiheit für unser Ego zu verzerren und erleben dabei Stress. Wir kennen unsere innere Freiheit und Klarheit nicht mehr, sie ist uns unbekannt geworden.

Durch das eigene und fremde Modellieren verlieren wir die Schönheit und die wahre Identität, wir geben uns lieber mit dem kleinen «Ich» zufrieden und erleben die Welt lieber scheinhaft.

Lernen wir wieder, bewusst und geklärt zu leben, indem wir uns mit unserer Übung von einem künstlichen Sein absetzen um wieder ganz sich selbst sein.

Finden wir mit unserem natürlichen Lebensfluss eine Einheit, bleiben wir im Einklang mit der eigenen Natur und dem Kosmos.

 
 

Jeder Mensch führt sein Leben gemäss seiner Prägung und den angeborenen Neigungen und lebt in seiner eigenen geformten Welt. Um unsere Lebenshaltung aus mystischer Sicht zu erweitern, muss in einer ersten Stufe ein moralisches, redliches Leben geführt werden, mit Demut und Liebe.

Um sich selbst oder etwas Höherem näher zu kommen, praktizieren wir Meditation oder können uns in der Stille der Natur aufhalten

Um sich im mystischen Weg zu steigern sind z.B. Klosteraufenthalte oder tägliche Meditationseinheiten hilfreich.

So gibt es noch weitere Stufen, am Ende des spirituellen Weges bleibt .... Nichts oder reine Liebe, Einheit mit dem Göttlichen als höchste und vollkommene Stufe.


Wenn wir den Zugang zu uns selbst finden, erleben wir auch einen erweiterten Zugang zu dem Mitmenschen und zur Welt.

Vieles klärt sich dabei leichter, als wenn wir durch unsere behafteten Vorstellungen und Gedanken gehindert werden und uns in der Vielheit verlieren.

Unser innerstes Herz und Licht weisen uns einen klaren Weg auf, wir finden dabei innere Ruhe und Gelassenheit.

Viele Situationen in unserem Leben können wir nicht auswählen, wir können aber mit innerer Stabilität lernen, wie wir mit allen Situationen umgehen können und finden dabei zu mehr Ruhe, Offenheit und Klarheit.


Im Buddhismus lernt man, dass alles resp. die Vielheit unbeständig und im Wandel ist, aber nur das Nichts oder eben das Über-Alles, welches im Grund oder im Göttlichen resp. Unerschaffenen ist, haben Bestand und können uns stabilen, inneren Halt geben. Leider wenden sich viele Menschen nur an das Unbeständige und suchen dort Halt, wo es ihn nicht gibt.


Wo stehe ich auf dieser Welt?

 
 
  • Fredi Steiner

Wie gehen wir mit unseren Gedanken um, können wir überhaupt damit umgehen?


Es sind nicht die Gedanken, die uns hindern präsent und achtsam zu sein, sondern das stetige Interesse daran.

Wenn das Interesse und dabei das Ego überwunden werden kann, haben die Gedanken keine Macht mehr über uns.


Gedanken entwickeln ein emotionales Empfinden und können zu Stress führen. Wir sind oder stehen so oder so hier in unserem Leben mit oder ohne Gedanken welche uns stetig treiben, welche uns aber nicht im Jetzt halten, sondern im Vorher und Nachher.


Was sind wir ohne Gedanken! Wir sind reine, offene Präsenz und stehen dabei über unserer eigenen konstruierten Person und finden so zu einer aufrichtigen Haltung und erhalten dabei auf alles die richtige Antwort.


Das wahre Selbst können wir nicht durch Gedanken finden, da es kein Objekt, kein Phänomen ist und keine Dualität besitzt.


Alle Ich-Gedanken erscheinen und vergehen, doch wir erscheinen und verschwinden nicht, unsere reine Präsenz ist immer anwesend.


Unser Selbst hat keine Vergangenheit und keine Zukunft, es gibt dort keine Sorgen oder Wünsche. Das Selbst entspricht stets der reinen Präsenz ohne ablenkende Gedanken, es ist die Ist-Heit ohne Ich-Gebilde, ohne Ich-Grenzen, grenzenlos.


Das Denken beschäftigt sich vor allem mit dem phänomenalen Ich, mit materiellen Begebenheiten, doch das bringt uns nicht aus unserem eigenen beschränkten Kreis.


Wir können in unserem Dasein das innerliche Wachstum als anzustrebenden Wert halten und gleichzeitig den weltlichen Alltag aufrechterhalten, resp. wachsam daran teilnehmen, wie ein Bodhisattva.

Schätzen wir jeden gegenwärtigen Augenblick, um uns

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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