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Durch Achtsamkeit entdecken wir die Natur der Dinge, konzeptionelles Denken hindert uns daran.


Die Stille hilft, uns selbst zu finden und zu klären, damit wir in die verbindende Resonanz mit der Einheit eingehen können, mit unserer Übung in der Stille.

Dazu braucht es eine grosse Überwindungs- und Willenskraft, die nur äusserst wenige Menschen aufbringen, um dabei persönlich zu wachsen.


Mit der Meditation können wir lernen, unsere eigenen, autonomen Impulse oder sogar Aggressionen vorab zu erkennen und damit umzugehen.


Heute geht es in der Welt nicht mehr darum, Liebe und Mitgefühl zu leben, sondern die Menschen werden zu Leistungen und Taten getrieben, um überhaupt noch lebenswert existieren zu können.


Wenden wir uns nach innen und erkennen die Natur hinter der Alltagswelt.

 
 

Um Demut zu praktizieren, braucht es Mut zur rechten Anschauung seines eigenen Wesens, zur Welt und zu Höherem.


Erich Fromm (Psychoanalytiker, Philosoph):

«Demut ist die der Vernunft und Objektivität entsprechende Haltung, als Voraussetzung der Überwindung des eigenen Narzissmus.»


Pelin Kesebir (Psychologin Uni Zürich):

«Demut erkennt und akzeptiert die Grenzen des eigenen Selbst, die eigenen Schwächen und die Bewusstheit der eigenen Kleinheit angesichts der Grösse der Welt, der Natur, des Kosmos.»


Der wahre Suchende erkennt die Demut erst, wenn das Ego erkennt und überwunden ist, Demut als Unterwürfigkeit zu denken bedeutet Unwissenheit.


Wolke den Nichtwissen: Nur im eigenen Innersten ist die Demut vollkommen. Demut führt zur Kenntnis unserer eigenen Grenzen. Sobald wir unsere eigenen Schwächen erkennen können, finden wir zur Demut. Sich selber finden bedeutet, sich von Verflechtungen und Verstrickungen zu lösen, indem wir lernen, dieses zuerst zu erkennen mit unserer Übung des Sitzens in der Stille, welche uns stabilisiert und hält.


Abschluss

Laotse: «Ich habe drei Schätze, die ich hüte und pflege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. Nur der Liebende ist mutig, nur der Genügsame ist grosszügig, nur der Demütige ist fähig mit allen Umständen richtig umzugehen.»

 
 
  • Fredi Steiner

Ramana Maharshi: „So lange man glaubt, der Handelnde zu sein, gibt es Wünsche und Individualität. Wenn das verschwindet, leuchtet das Selbst auf. Die Vorstellung, der Handelnde zu sein, ist die Bindung, nicht die Handlung selbst.

Das Ich-Gefühl gehört zur Person, zu Köper und Verstand. Wenn ein Mensch sein wahres Selbst zum ersten Mal erkennt, erhebt sich auch etwas anderes in der Tiefe seines Wesens und ergreift von ihm Besitz. Dieses andere ist hinter dem Verstand, es ist unendlich, göttlich, ewig. Einige Leute nennen es das Königreich des Himmels, andere nennen es die Seele, wieder andere Nirvana und die Hindus nennen es Befreiung. Man mag es nennen, wie man will. Wenn das geschieht, hat der Mensch sich selbst nicht verloren, er hat sich vielmehr selbst gefunden.“


Das Selbst können wir nicht mit Hören oder Lesen oder mit dem Intellekt finden, es sind wohl nur äusserst wenig Menschen, die den Willen und die Überwindung auf sich nehmen, den Kontakt mit dem eigenen Selbst zu suchen.

Als Person beginnen wir die Suche, wenn die Person überwunden ist, bleibt das Selbst als etwas, was nicht mit den Sinnen erfassbar ist und doch stets anwesend ist. Unser Selbst stabilisiert den eigenen, inneren Halt. Auch im Universum stabilisiert der leere Raum, das Vakuum oder das Nichts eben ALLES, warum wohl?


Mit der Übung des Sitzens in der Stille können wir diesem Unfassbaren näher kommen vielleicht davon etwas spüren.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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