- Fredi Steiner
Liebe und Mitgefühl hat in unserem Leben fast kein Platz mehr, da wir einem ständigen Druck unterworfen sind, wir vergessen dabei fast uns selbst. Wenn wir jedoch unsere Unzulänglichkeiten und Umstände mit Achtsamkeit beobachten, entwickeln wir eine Weisheit, weil wir die Tiefe von entsprechenden Situationen erkennen lernen können. Wir lernen und kommen dabei hinter die Automatismen unseres konditionierten Geistes, um sich zum Wesen der Welt und dem Kosmos anzunähern.
Jenseits der latenten Bewertungen entsteht innere Ruhe, Gelassenheit und Gewissheit, die wir im eigenen, geprägten Leben verlernt haben.
Achtsamkeit bedeutet vorab, Dinge zu erkennen und zu akzeptieren als erwünscht oder unerwünscht, egal in welcher Situation wir gerade sind.
Es geht darum, Hindernisse und Blockaden in unserem Geist zu erkennen, damit sie überwunden werden.
Durch die Achtsamkeit entdecken wir die Natur aller Dinge ohne konzeptionelles Denken, es
entsteht eine Klarheit und wir bleiben innerlich stabil und können einer aufkommenden Intuition folgen ohne uns von Gefühlserregungen leiten zu lassen.
Wir lernen, in dem unmittelbaren Moment zu leben, dort wo die Wirklichkeit besteht, im Sosein (Tathagata skr.). Wir lernen dabei die essenzielle oder wesensmässige Welt kennen nebst der phänomenalen Welt.
Im Diamant-Sutra heißt es, dass der Tathagata sowohl das organische Auge besitze als auch das göttliche Auge, das Auge der Weisheit, das Auge des Dharma und das Buddha-Auge.