top of page
  • Fredi Steiner

Liebe und Mitgefühl hat in unserem Leben fast kein Platz mehr, da wir einem ständigen Druck unterworfen sind, wir vergessen dabei fast uns selbst. Wenn wir jedoch unsere Unzulänglichkeiten und Umstände mit Achtsamkeit beobachten, entwickeln wir eine Weisheit, weil wir die Tiefe von entsprechenden Situationen erkennen lernen können. Wir lernen und kommen dabei hinter die Automatismen unseres konditionierten Geistes, um sich zum Wesen der Welt und dem Kosmos anzunähern.


Jenseits der latenten Bewertungen entsteht innere Ruhe, Gelassenheit und Gewissheit, die wir im eigenen, geprägten Leben verlernt haben.

Achtsamkeit bedeutet vorab, Dinge zu erkennen und zu akzeptieren als erwünscht oder unerwünscht, egal in welcher Situation wir gerade sind.


Es geht darum, Hindernisse und Blockaden in unserem Geist zu erkennen, damit sie überwunden werden.


Durch die Achtsamkeit entdecken wir die Natur aller Dinge ohne konzeptionelles Denken, es

entsteht eine Klarheit und wir bleiben innerlich stabil und können einer aufkommenden Intuition folgen ohne uns von Gefühlserregungen leiten zu lassen.


Wir lernen, in dem unmittelbaren Moment zu leben, dort wo die Wirklichkeit besteht, im Sosein (Tathagata skr.). Wir lernen dabei die essenzielle oder wesensmässige Welt kennen nebst der phänomenalen Welt.


Im Diamant-Sutra heißt es, dass der Tathagata sowohl das organische Auge besitze als auch das göttliche Auge, das Auge der Weisheit, das Auge des Dharma und das Buddha-Auge.

 
 
  • Fredi Steiner

Der Achtsamkeitsweg verlangt von uns, dass wir unsere Existenz, unsere Gedanken, Gewohnheiten und Ansichten selbst erforschen, somit müssen wir fähig werden, uns von unseren eigenen Verflechtungen zu distanzieren. Je stärker alle diese Aneignungen sind, umso schwieriger wird es, uns zu öffnen und uns geistig zu entflechten.


Mit der Achtsamkeit versuchen wir uns stets innerhalb einer guten Ausgeglichenheit zu bewegen und wir merken dabei, dass das innere Gleichgewicht kein Anfang und kein Ende hat, es ist stets unmittelbar. Es ist der unvergängliche Ruhepunkt zwischen Pol und Gegenpol. Diese Balance unterscheidet weder Form und Leere, Licht und Dunkel, Material und Nichts. Diese innere Balance kann nicht gemacht oder verursacht werden, sonst wäre sie irreal.


Wir können die Balance nicht suchen, mit Hingabe und Achtsamkeit findet sie uns oder eröffnet sich uns, da sie stets im Untergrund schon anwesend wäre als Buddha-Natur. Aber wir sind ohne Übung nicht in der Lage uns selbst zu öffnen oder von unserer latenten Zerstreuung abzulassen.


Durch achtsame Gedanken entsteht Willenskraft, um etwas zu erreichen oder dass etwas ungetan bleibt. Achtsamkeit hilft uns, rechtzeitig die Absichten der Gedanken zu erkennen, um richtig zu Handeln.



Abschluss:


“Das Nicht ist die einzige Realität und die einzige Haltung, welche zu den göttlichen Geheimnissen des Lebens führt.“

 
 

Warum und wie sind wir da?


Ein Versuch, christliche und östliche Mystik mit der Astrophysik zu verbinden, mit der Unendlichkeit im Raum, wo trotzdem alles wirkt bis zum kleinsten Elementarteilchen.


Da wir die Fähigkeit hätten, still zu sitzen, sollten wir dankbar sein, dass das Higgs-Feld (welches bewirkt, dass Teilchen im Raum eine Masse haben) die elektroschwache Symmetrie brach. Es bewirkt, dass die Naturkonstanten Potential erhalten, das Universum und die Welt aufzubauen. Ohne diese Umstände wäre die Welt nicht existent. Wir verdanken unsere Existenz dem Zustand, dass sich das Higgs-Feld für diese sehr spezifischen Werte entschieden hat, so bleibt das Universum im Gleichgewicht.


Indem wir uns nach innen richten und von den äusseren, künstlichen Phänomenen, welche für das stetige Ungleichgewicht sorgen für einen Moment ablassen, aus denen wir meinen sie seien das ICH, haben wir die Möglichkeit, uns unserem eigenen Urzustand oder der reinen Naur zu nähern, so dass es uns wie das Higgs-Feld festigt und uns zu einem ganzen Wesen macht.


Wir können zu dieser Kraft und deren Wirkung nur in der eigenen Stille finden, indem wir fähig werden die reine Natur, wie der Raum mit seinen kleinsten Teilchen mit deren Wirkung, zulassen können.


Dies geschieht eben absolut unspektakulär, eben ungewohnt, ohne Ego. Wir haben in der Stille die Möglichkeit, der eigenen alltäglichen Sichtweise, welche unsere eigene Stabilität beeinflusst und schwächt Einhalt zu gebieten.


In der eigenen Stille bewegt sich trotzdem viel, was uns unbemerkt Kraft und Stabilität gibt um unser Leben bewusster und achtsamer zu bewältigen.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

bottom of page