- Fredi Steiner
Wir beschäftigen uns mit allem Gegenüber und das eigene innere Selbst bleibt häufig verkümmert.
Wieviel Raum bleibt uns selbst für die Selbstfreundlichkeit noch übrig?
Sich mitfühlend auf sich selbst zu beziehen ist schwieriger als sich auf anderes zu beziehen. Wir müssen lernen, uns selbst tiefer wahrzunehmen und anzunehmen, um stabil mit der Aussenwelt zu interagieren.
Gedanken und Worte richten sich stets auf die Alltagswelt, ausserhalb von uns selbst. Unser täglicher Selbstwert ist für uns gewohnheitsmässig auf Leistung und durch Optik abhängig gemäss unseren Sinnen, ein liebevolles Wohlwollen gegenüber sich selbst verkümmert.
Wenn wir das eigene mitfühlende Selbst in uns entdecken, finden wir einen Weg, um uns für die eigenen inneren Verwundungen zu kümmern und zu heilen.
Mit tiefer Achtsamkeit können wir unsere eigenen, hindernden Konditionierungen lösen und regeln. Wir können die verwundeten Stellen in uns heilen, indem wir ein mitfühlendes Selbst entwickeln und kultivieren.
Richtige, freie Atmung stabilisiert die Aufmerksamkeit und fördert die innere Ruhe.
Achtsamkeit erschafft innerlicher Raum und das Selbstmitgefühl erwärmt unseren Raum.
Wir lernen die innere Haltung zu aktivieren in schwierigen Situationen.
Sich selbst mitfühlend zu begegnen kann eine komplett neue Erfahrung sein, welches als “Backdraft“ bezeichnet werden kann, das beim Sich-Öffnen für Selbstmitgefühl auftritt.
Gemäss Chris Germer, klinischer Psychologe, Harwart medical School:
“Durch wohlwollende Zuwendung zu sich selbst wird Transformation- und Heilkraft freigesetzt.
Selbstmitgefühl führt zu innerer Befreiung, Selbstvertrauen, Motivation und Resilienz.“
Abschluss – Johann Wolfgang von Goethe:
“Schau alle Wirkungskraft und Samen
Und du musst nicht mehr in Worte kramen.“