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Interpretation aus «Wolke des Nichtwissens», Autor unbekannt

 

Wenn wir auf dem inneren Weg in Resonanz mit unserem Innersten kommen, erfahren wir das gesamte gegenwärtige Sein unseres Wesens und damit auch das Sein aller Wesen.

 

Zerstreuung trennt uns unmittelbar wieder von uns selber, Freud und Leid sind sofort wieder präsent und unser Geist ist wieder eingeschränkt zur offenen Weite.

 Belastende Umstände können mit einem offenen Augenblick erfasst und geordnet werden in Höhe, Tiefe, Länge und Breite.

 

Höhe bedeutet, mit einer höheren göttlichen oder natürlichen Ordnung,

 

Tiefe schenkt uns Weisheit und Klärung,

 

Länge führt uns zu kosmischer Unendlichkeit

 

Breite gibt uns Kraft zu reiner Liebe zu sich und Allem gegenüber.

 

Es entsteht grosses Mitgefühl und umfassende Umgänglichkeit mit sich und der Welt.

Indem wir Einhalt mit unserer stetigen Abwesenheit erlangen, entsteht ein solides und stabiles Gefühl der Zufriedenheit, welches wir ausstrahlen können für eine kleine bessere Welt.

 

Es ist schön, wenn wir solche innigen, kurzen Momente auch in den Alltag integrieren können, es gibt stets immer kurze Momente, welche wir erkennen, erfahren und nutzen können, um in Resonanz zu unseren inneren Herzen zu finden und dadurch immer wieder neu gefestigt werden.

 

Dazu hilft uns die Praxis der Achtsamkeit, welche wir mit Meditation aufbauen können.

 
 
  • Fredi Steiner

Daisetz Teitaro Suzuki  1870 – 1966

Autor mehrerer Zen- Buddhistischer Bücher

 

Die Wissenschaft kann nur das erforschen, was reflektiert, was messbar und materiell erfassbar ist.

Um eine Blume zu erforschen, wird sie dazu zuletzt auseinandergetrennt, bis in kleinste Teilchen und Fasern.

 

Suzuki beschreibt die Situation anhand einer Blume aus der Sicht des Zen:

«Die Blume kennen heisst, zur Blume werden durch die Einheits-Erfahrung aufgrund der Praxis tiefer Meditation. So lernen wir alle ihre Geheimnisse, ihre Freuden und Leiden kennen. Dies weitet sich aus bis zur Kenntnis des Universums, einschliesslich aller Geheimnisse meines eigenen Ichs, welches mir bisher das ganze Leben lang ausgewichen war, weil für mich die Dualität stets Vorrang hatte.

Indem ich mich in der Blume vorbehaltslos verliere, kenne ich mein Ich nun ebenso wie die Blume.»

 

Diese Art des Erfahrens und Erkennens kann man schöpferisch nennen, während die wissenschaftliche Methode darin besteht, dem Lebhaften das Leben zu nehmen, um es zu sezieren.

 

Im Zen wird durch die Praxis der Einheitserfahrung in das jeweilige Gegenüber eine subtile Verbindung bis ins Innerste hergestellt, und deren Schwingungen erfasst bis zur Quelle zum Unbewussten. Bei der Blume bin ich es, der sie aus dem Unbewussten erweckt.

 

«Ich kann nicht sagen, wo genau das Unbewusste ist. Ist es in mir oder in der Blume? Ist es vielleicht nirgendwo und zugleich überall. Wenn das so ist, so möge ich in ihm sein und schweigen.»

 
 
  • Fredi Steiner

Ganzheitliche Meditation umfasst Körper und Geist, es stammt aus der östlichen spirituellen Tradition.

Es geht darum, eine gute Befindlichkeit und Gesundheit von Körper und Geist, ein angemessenes soziales Verhalten und einen friedvollen Geist zu erreichen.

 

Eine gute, aufgerichtete Sitzhaltung hilft uns, eine geteilte Zweiheit von Körper und Geist zu harmonisieren, indem beides gleichzeitig ganz beansprucht wird.

 

Es geht darum, sich nicht nur auf den Kopf zu fokussieren, sondern um ein ganzheitliches Körper-Geist-System. Wenn die Konzentration fast nur auf den Kopf ausgerichtet ist, führt das beim Sitzen sowie im Alltag zu einem unausgeglichenen Dasein.

 

Nur schon die richtige Haltung des Körpers hilft uns, zu einer unendlichen Tiefe, zum «Hara» als innere Haltung von Klarheit, zu Stille und Zentrierung - als Kraftmitte und Fundament in unserem Körper. Bewusste Atmung hilft uns zur Regulierung von Körper und Geist beim Meditieren und führt zur Einheit und Ganzheit unseres Wesens, führt uns in einen Zustand des Einsseins.

 

Mit einer gut ausgerichteten Haltung bringen wir uns auch in Einklang mit der Schwerkraft oder Gravitation zur Erdmitte, damit in Verbindung zur Wissenschaft der Physik. So gelangen wir auch mit einer absoluten Naturkonstante in Resonanz, vielleicht in einen göttlichen Bereich oder einer höheren Ordnung.

 

 Wir lassen dabei unsere Fähigkeit zur Konzeptualisierung los, da wo wir stets für Alles Begriffe finden und gelangen über die alltägliche Geschäftigkeit des Menschen hinaus und finden zu uns selbst, zu unserer Mitte.

 

Zen-Text:

«Nicht wer tausend Helden auf dem Schlachtfeld schlägt, sondern nur der alleine, der sich selbst besiegt, ist ein wahrer Held oder eine wahre Heldin.»

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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