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  • Fredi Steiner

Im Sanskrit gibt es den Begriff: «Pratityasamutpada», als das Prinzip der bedingten Entstehung, das die wechselseitige Abhängigkeit aller Phänomene beschreibt.

Dieser Begriff kann auch mit dem Begriff der Leerheit (Sunyata) in Verbindung gebracht werden was heisst, dass alle Phänomene keine eigenständige Existenz besitzen.

 

Samskara bedeutet im Buddhismus, dass wir oder unsere geistigen Formationen durch Gedanken, Absichten, Erlebnissen geformt werden, das heisst durch äussere Einflüsse.

Ständig sucht unser Geist nach neuen Eindrücken, die uns latent prägen und konditionieren, das äusserliche Ich wird geformt.

 

Es geht darum, gemäss Zen, die wilden Affen in unserem Geist zu zähmen, diese Zustände zu erforschen, um dann über diese Unbeständigkeit hinauszugehen und zu einem höheren Bewusstsein zu gelangen und den Geist davon zu befreien.

 

Ein freier Geist ohne zwanghafte Begierden und Wertungen beruhigt sich von selbst. Er verliert seine Rastlosigkeit und führt zu inneren Frieden und Ausgeglichenheit. So fliessen Gedanken und Impulse harmonisch, wir sind so im Gleichgewicht.

 

In der buddh. Philosophie wird Samskara als geistige Eindrücke angesehen, welche ein Eigenleben führen, sie zwingen uns zu unseren beschränkten Reaktionen und berauben uns unseres freien Willens.

 

Die meisten Menschen bauen ihre Identität auf diesem Fundament auf, ohne zu wissen, dass sie sich dafür entschieden haben, was zu entsprechenden existentiellen Umständen führt.

 

Unsere Existenz ist nur individuell gestaltet und entspricht meistens nicht der Wirklichkeit.

Wenn wir uns durch einsprechende Übung in die Gegenwart, in das Sein versetzen, können wir uns von festgefahrenen Erfahrungen lösen, und loslassen, um Raum für intuitive, spontane und offene Geistzustände zu gewinnen.

 

Eine solche Erfahrung berührt unser Herz und befreit es von oberflächlichen Zuständen, die uns das Leben schwer machen.

 

Es geht darum, das wirkliche Selbstbild in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu leben um zu richtiger Erkenntnis zu gelangen.

 

Unser Leben ist das Ergebnis unseres eigenen gestalteten Bewusstsein.

 
 
  • Fredi Steiner

Weder ein Mensch noch Bücher (Internet, Apps usw.) können uns eine höhere Lebenssicht oder die tiefere Natur offenlegen. Alles hängt davon ab, ob wir uns mit entsprechender Willenskraft mit Wechselwirkung mit unserem höheren Sein bereit sind, uns dazu einzulassen und einen Zugang dazu bereitzustellen mit genügend Überwindungswillen.

 

Menschen, die es im Leben nicht so einfach haben sind vielleicht zugänglicher, sich zu öffnen und damit ihr Schicksal eher zu akzeptieren und anzunehmen.

 

Tüchtige Menschen sind sich gewohnt, ihren Alltag und ihre Lebensaufgaben gut zu bewältigen, können aber unerfreulichen Situationen nicht aus dem Weg gehen.

 

Der innere Weg führt alle Menschen auf den gleichen tiefen Grund, die einen entsprechenden Willen haben im gleichen Pfad weiterzugehen, um sich und dem Moment näherzukommen. Es geht darum, Begrenzungen zu einem erwachten Leben und einem erweiterten Bewusstsein zu überschreiten um sich dem ewigen Sein zu nähern.

 

Eine grosse Offenheit löst eine höhere Zuwendung aus, je mehr man sich der Wirklichkeit und dem Moment nähert, je mehr sollte man sich von Gedankenimpulsen lösen, dabei finden wir zu einem grossen Vertrauen in die Stille, die uns unbemerkt stets umgibt und uns Halt schenkt.

 

Dieser innere Weg offenbart sich einfach als Geschenk, wo wir uns von einem für uns unbekannten und unerschaffenen Raum begleiten lassen können und auch gehalten werden. So verläuft unser Leben in einer harmonischen Verfassung im Einklang mit uns selber und einer höheren Ordnung.

 

Finden wir den Mut, den Weg zu uns selbst anzunehmen zu einer gesunden Selbstachtung ohne fremde Faktoren.

 

Schon kleine Fortschritte helfen uns, den eigenen Alltag mit mehr Liebe und Offenheit zu gestalten und jeden Moment dankbar zu leben und bewusster anzunehmen.

 
 
  • Fredi Steiner

Buddha erweiterte die Existenz durch vertieftes Sitzen und der Beobachtung der physischen Welt jenseits den alltäglichen Vorstellungen und der Welt der Sinne welche sofort eine Geistreaktion und ein Werten hervorrufen.

 

Seine Existenz währt in einer dauernden und in Wechselwirkung veränderlichen Wirklichkeit des Seins.

Praktisch alle Menschen leben heute in der Welt der Gedanken und ihren Konstrukten, andere lassen sich durch ihre Sinne ihre eigene Welt entstehen.

 

Buddha wollte, dass die Menschen in jedem Augenblick die Wirklichkeit erfahren konnten, dass sie fähig werden den wirklichen tiefen Grund aller Augenblicke wahrzunehmen, um ihre wahre Situation zu erfassen und um sich in Verbindung mit diesem stabilen Grund innerlich zu festigen. Es geht darum, stets in Verbindung mit dem eigenen tiefen Grund in Resonanz zu sein, was uns nicht fallen lässt.

 

Wenn wir mit aufrechter Haltung und freier Atmung sitzen, hilft uns das, unser vegetatives Nervensystem auszugleichen, aus Voraussetzung für eine ruhige und konzentrierte Geisteshaltung.

 

Im natürlichen Gleichgewicht verlieren unsere Gedanken und Vorstellung an Kraft, so finden wir zu unserer inneren und reinen Mitte, zum Erwachen ohne geistige Verzerrungen.

 

 Die Aussage von Dogen: «Fallenlassen von Körper und Geist» bedeutet, dass wir das dualistische Bewusstsein überschreiten und so unser Leben ganzheitlich und unmittelbar erfahren.

 

Dieses Erfahren im Tun innerhalb der Übung mit Zazen bedeutet, dass wir beim Sitzen das wirkliche und grundlegende Leben wahrnehmen können.

 

Mit der Übung des Zazen lernen wir unser alltägliches Leben in einer reineren und direkteren Form erfahren zu können.

 

Wir können uns nur ins Gleichgewicht versetzen und öffnen, den Rest wird durch die kosmische Natur geregelt.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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