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«Dieses Leben, das du lebst, ist nicht nur ein Stück des Weltgeschehens, sondern in einem bestimmten Sinn das Ganze. Das ist bekanntlich, was die Brahmanen ausdrücken mit der heiligen, mystischen und doch einfachen Formel: «Tat Twan asi» oder «Das bist Du»

Erwin Schrödinger, 1887 – 1961, Physiker und Begründer der Quanenphysik.


Im Quantenbereich geht es um immer kleinere subatomare Teilchen, aber gemäss David Bohm, Quantenphysiker und Philosoph, ist die Quantentheorie nicht ultimativ und final. Krishnamurti geht über materielle Teilchen hinaus in kosmische Dimensionen, mit einer Tiefe, die sich den meisten Menschen entzieht, ohne Willenskraft, Übung und entsprechender Lebenseinstellung.


Das grösste Hindernis für ein klares Bewusstsein ist das denkende Individuum selbst, welches durch anhaften an seinen eigenen Illusionen nicht in der Lage ist, zu wissen, was der wirkliche Daseinszustand bedeutet, was zu wirklicher innerlichen Zufriedenheit führt. Wir müssen erst erkennen lernen, dass wir uns jeden Augenblick in einer dualen Beziehung befinden, wir sind stets nicht bei uns selbst – tat twam asi.

Wir müssen lernen, dass das Ego lediglich eine fluktuierende Erscheinung ist.

Worte sind nur Begriffe und Symbole, aber kein Symbol kann die Wirklichkeit erkennen.


Gemäss David Bohm geht es um ein Innehalten, ohne Vorstellungen, um frei zu sein mit sich und der Welt.


Eine höhere Intelligenz hängt von der Fähigkeit ab, zur Stille in unserem Geist zu gelangen.

 
 
  • Fredi Steiner

Nisargadatta Maharaj (spiritueller Meister und Lehrer der Advaita Lehre, 1897 - 1981) kam in Bombay in Kontakt mit seinem zukünftigen spirituellen Lehrer, der ihm ein Mantra und Anweisungen in Meditation gab. Er fand dabei zu einem höheren Bewusstsein. Nach einem Erleuchtungserlebnis wurde er Bettelmönch und wanderte in Richtung Himalaya, wo er sein weiteres Leben verbringen wollte. Schon bald sah er die Sinnlosigkeit seines Vorhabens, weil er nirgendwo suchen musste, um zu Selbstverwirklichung zu gelangen, sie ist stets dort präsent, wo man sich einfach gerade aufhält.


In Meditation und Stille eingehen ist überall möglich, die Quelle des Lebens und des Bewusstseins öffnet sich in jedem Daseinsmoment.

Meditation ist eine sattvische Handlung (Sattva ist das Seiende, Wahre, die Güte und die Harmonie). Bevor wir diese Eigenschaften mit anderen Menschen teilen wollen, müssen wir zuerst mit uns selber damit auseinandersetzen, um zu eigener Erkenntnisfähigkeit zu gelangen.


Sattva entsteht spontan, wenn wir unser Ego loslassen können, ohne Anstrengung und Eingreifen irgendwelcher Art, bleibt ist reines Gewahrsein.


Alle Meinungen von «Mein» und «Wir» oder sogar «Ich bin» sind nur im Bewusstsein. Niemand kann meine Bewusstseinswelt betreten oder durch meine Augen sehen.


Reines Gewahrsein ist der Anfang von allem als Urzustand, ohne Anfang und Ende, unerschaffen. Bewusstsein ist hingegen Kontakt, Reflektion, Dualität. Es kann kein Bewusstsein ohne Gewahrsein geben, doch es gibt Gewahrsein ohne Bewusstsein. Wenn wir lernen, die Dinge so zu sehen, wie sie lediglich sind, lernen wir auch sich selbst zu sehen, wie und was wir in Wirklichkeit sind.


Nisargadatta Maharaj:

Zu sagen, «ich erkenne mich selbst» ist ein Widerspruch in sich selbst, denn was erkannt wird, kann nicht «ich selbst» sein.


Bevor nicht in dir selbst Ordnung herrscht, kann es keine Ordnung in der Welt geben. Das Unwissen ist die Krankheit, die einem unwissenden Verstand anhaftet. Heile deinen Verstand und er wird aufhören, verzerrte, hässliche Bilder zu produzieren.

 
 
  • Fredi Steiner

Unser normaler Geist ist nicht fähig, Unendlichkeit zu begreifen. Unser Universum erstreckt sich räumlich wie zeitlich in unermessliche.

Warum gibt es ein Etwas anstatt nichts, vom unendlichen Universum bis zum unendlichen kleinsten Teilchen?

Die Wissenschaft findet möglicherweise nie über genügend empirische Informationen, um die Frage von einem Nichts zu einem Etwas zu beantworten.


Was suchen wir mit der Meditation in der Stille, auch eine Art Unendlichkeit, viele lassen sich gar nicht darauf ein aus Angst vor einem vermeintlichen Nichts. Es gibt dabei nichts mehr, woran wir uns mit unserem Verstand, unseren Vorstellungen halten können. Dafür verschwindet in der Stille unser gut behütetes Ego, wenn die Angst davor überwindet werden kann finden wir zu unserem eigenen Grund, zu Anfang und Ende, zur Unmittelbarkeit.


Die Realität wird von uns meistens gemieden, wenn sie schmerzhaft ist. Nur wenn wir innerlich stabil genug sind und entsprechend Achtsamkeit und Gelassenheit erfahren, finden wir mit Disziplin zur Wahrheit und können damit umgehen, letztlich zu unserem eigenen Wohl und zur Klarheit und Zufriedenheit.


Bei geistiger und seelischer Gesundheit zu bleiben ist ein dauernder Prozess und macht das eigene Leben und das Leben der Mitmenschen lebenswerter.


Auch ein Bodhisattva will nicht nur für sich selbst zum Erwachen gelangen, sondern allen anderen Wesensheiten helfen, das Leben im endlosen Kreislauf zumindest zu verbessern.


Wir können lernen, mit unserer eigenen Präsenz, mit Güte und Offenheit auf andere Menschen zu wirken, zu entspannter Tiefe und Gelassenheit.

 
 

©2022 ZEN Fredy Steiner

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