- Fredi Steiner

- 7. Feb. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Das Buch «die Wolke des Nichtwissens» ist eine geistliche Schrift vom 14. Jh. Sie galt lange als verschollen. Der Autor ist nicht bekannt, das wesentliche des Werkes liegt jenseits von Worten, im sprachlosen Schweigen gemäss Zen.
Es geht um die Loslösung des Menschen an Bindung, dafür der Hingabe zur reinen Natur oder reinen Sein, indem wir uns dem begrifflichen Denken während der Übung enthalten und die Schwingung der inneren Ruhe mit einem höheren Raum und Kraft zu verbinden. In dem Raum der «Wolke des Nichtwissens» als raumloser Raum, soll der Mensch während der Übung jenseits des phänomenalen Alltagsbewusstseins gelangen im mystischen Schweigen.
Ein Mensch, der die Sehnsucht hat, über seine Person zum eigenen Selbst hinauszuwachsen, begibt sich bewusst in eine Wolke dieses Nichtwissens, um sich zu öffnen.
Das Absolute oder die reine Natur ist mit unseren Sinnen nicht erreichbar, es übersteigt den Erkenntnisbereich der begreifenden Vernunft.
So lassen wir uns in die Stille ein mit einer guten Körperhaltung, ruhigem Geist, Atemzug für Atemzug.
Dieser Bereich der Wolke kann durch die Agape resp. höheren Liebe und reiner Hingabe durchdrungen werden.
Mahatma Gandhi sagte über Agape:
«Liebe ist die stärkste Macht der Welt und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.»
Nach Erich Fromm ist die Liebe (Agape) das einzige, mit dem der Mensch schöpferisch etwas gestalten kann und die einzige, wirklich aktive Tätigkeit, zu der der Mensch im Stande sei.
Agape ist eine selbstlose Liebe, die in uns allen glimmt, aber mit Übung wieder zu einer starken Kraft werden kann.
Wir lernen dabei durch die Übung Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle hinter sich zu lassen, um in den Raum des Schweigens und der inneren Stille zu gelangen.
Der überall zeitlose Moment ist das Zentrum dieser Übung. Wir gelangen zu einem «Nichts» das jedoch Alles ist und zu einer Einheitserfahrung führt. Dieses höhere Wissen ist für Menschen zugänglich, die mit ganzem Herzen und Hingabe zu praktizieren bereit sind.
Der Autor sagt dazu, dass die Zeit und Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen reifen muss und genügend Überwindungskraft und Wille dazu vorhanden ist, in einen Raum zu treten, wo wir nicht an Nichts binden müssen.
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