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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 5. Juni 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Fredy Steiner, Kontemplationslehrer


Wer bin ich, wir sind uns nicht bewusst, dass unser Körper wohl funktioniert, aber er existiert nur im jetzt, jeder Herzschlag kann nicht vor- oder nachgeholt werden.

Mit unseren Gedanken befinden wir uns jedoch stets in einer phänomenalen Welt und sind uns das nicht bewusst. Unsere Gedanken befinden sich nicht bei jedem unmittelbaren Herzschlag, sondern meistens in der Zukunft oder in der Gegenwart. Wir sind das, was uns unsere Gedanken vorgeben und leben damit wohl eher in einer phänomenalen Welt.


Auch Imanuel Kant (1724 – 1804) sagte:

«Man siehet, dass das Gedankending (leerer Begriff) von dem Unding (Nichts) dadurch unterschieden werde, dass jenes nicht unter die Möglichkeiten gezählt werden darf, weil es bloss Erdichtung ist, indem der Begriff so gar sich selbst aufhebt. Beide sind aber leere Begriffe.»


In Abwesenheit unserer Gedankenspiele gibt es weder Substanz noch Nicht-Substanz (gem. Nagarjuna der mittlere Weg), alles besteht aus imaginärer Realität, welche uns in unserer eigenen Wahrnehmung befangen macht.

Auch die Quantenphysik sieht die Realität aus einer anderen Sicht.

Das Nichts oder die Leere ist frei von Subjektivität und frei von Dualität, dafür existiert Offenheit für eine höhere Dimension.


Somit geht es darum, vorerst die Wechselwirkung von unseren Sinnen mit den gegebenen Umständen und Dingen zu durchschauen, durch Hilfe der Meditation und einem klaren, unverfälschten Geist.


Nach Hegel, Philosoph (1770 – 1831) entspricht das reine Sein dem Nichts, ohne Beziehungen oder Bedingungen zu etwas.


Ich weiss nicht, ob das reine Sein für uns überhaupt machbar ist, ein Erforschen über sich und dem Nichts ist

hilfreich für ein bewussteres und besseres Leben mit sich und den Mitmenschen.


Reicht uns unser bisheriger Lebenssinn oder Lebensinhalt oder stellen wir fest, dass mit regelmässiger Übung eine Sicht aufkommt, das die bisherige Lebensgeschichte unser Dasein nicht ausfüllt. Es geht darum, mit dem Empfangen der Leere tiefer in uns und der Welt zu gelangen.


 
 
 

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