- Fredi Steiner

- 1. Okt. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Das Dhammapada ist eine Sammlung der Lehrreden Buddhas. Darin geht es inhaltlich in den 423 Versen um das Verstehen und das Mitgefühl.
Am 25. September wurde ich an der Kasse eines Geschäfts nach meinem Gefühl unfreundlich und belehrend bedient. Mein Ego meldete sich sofort, es war gekränkt, als Reaktion kann ich der Firma im Internet eine äusserst schlechte Bewertung mit entsprechendem Kommentar einsetzen. Ist es mir danach wohler, eher nicht. Etwas hat mich wohl davon abgehalten, ich bin dafür froh.
Das Kapitel 17 im Dhammapada bezieht sich auf den Ärger:
Vers 221 Gib den Ärger auf und den Stolz, befreie dich
von allen Fesseln, wenn du nicht mehr an
Geist und Körper haftest, dann gehst du
jenseits des Leidens.
Vers 222 Wenn du den aufgestiegenen Ärger zügeln
kannst, wie der Wagenlenker den rasenden
Wagen anhält, so magst du als ein wahrer
Wagenlenker gelten, indes die anderen nur
Zügelhalter sind.
Vers 223 Mit Sanftheit überwinde den Ärger,
mit Güte überwinde den Hass
mit Grosszügigkeit überwinde die Selbst-
sucht.
Ich weiss nicht, warum ich dann nicht entsprechend dem aufgebrachten Ego reagiert habe, je mehr Zeit dazwischen gekommen ist, je zufriedener bin ich mit mir selbst sowie
gegenüber dem Personal, welches in seiner eigenen unzulänglichen Welt so reagiert hat.
Das eigene Ego kann uns nicht immer wohlbehalten führen, sondern eher zu Unbedachtem verführen.
Verstehen und Mitgefühl können stetig kultiviert werden mit entsprechender Praxis und Liebe.
Vers 372 Ohne Einsicht gibt es keine Vertiefung der
Meditation und ohne Vertiefung der Medi-
tation gibt es keine Einsicht. Pflege Einsicht und
Vertiefung, dann bist du nahe dem Nirwahn.
Wir lernen dabei besser und bewusster mit unseren Neigungen, dem Verlangen und der Unwissenheit umzugehen.
Abschluss
Vers 160 Du selbst bist dein eigener Beschützer, wer
sonst könnte dich wohl beschützen?
Selbstbezähmt erlangst du den Schutz,
der schwer zu erlangen
Kommentare