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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 13. Aug. 2021
  • 1 Min. Lesezeit

1952 fand eine Uraufführung in New York statt mit dem Pianist David Tudor mit der Bezeichnung „4‘33“. Es besteht keine einzige Note zu diesem Stück vom Komponist John Cage, der Pianist schloss den Klavierdeckel uns sass einfach nur 4.5 Minuten da.

Das irritierte Publikum soll die Stille kaum ertragen haben. Manche begannen zu reden und andere Zuhörer verliessen den Saal.


Von einem Kollegen erhielt ich eine Postkarte mit einem Text von Niklaus Brantschen: „Stille ist nichts für Feiglinge“

Stille ergibt das Gefühl, das Leben zu verpassen und führe zu Haltlosigkeit.


Unser Gehirn kann gemäss Studien seine eigenen Recoursen besser regenerieren, wenn das Hirn in einer Ruhephase ist.

Warum können wir die Stille schlecht ertragen? Der Mensch hat ein natürliches Verlangen nach Reizen, Stille ist eine Leere, wo die Menschen ein Gefühl von Einsamkeit empfinden können.

Gemäss Blaise Pascal (1623 – 1662) suchen alle das Glück in der Zerstreuung, wo wir nicht an unsere eigene Sterblichkeit erinnert werden oder an Leid, da alles Substanzielle einer Unbeständigkeit unterworfen ist, was für uns ja auch beängstigend wirkt.


Ein Stadium der Reizarmut kann hilfreich sein, wenn wir durch die Stille in Kontakt mit uns selbst treten können, was unser Geist befreit und dadurch Ruhe und Klarheit, Freude und Liebe fördert.


Meditation heisst, sich immer wieder neu zu finden, es geht darum die wirkliche Gegenwart zu erfahren und erfassen.

Wir werden dabei fähig, Distanz zu unserer eigenen Person zu erhalten, somit gewichten Gefühle nicht mehr so stark und diese können uns so nicht oder weniger stark steuern.

Wir lernen mit innerer Klarheit besser mit unserem und dem Leben anderer umzugehen.

 
 
 

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