- Fredi Steiner

- 1. Nov. 2020
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Meditation 20.8.2020.
Es geht letztlich nicht um Koans oder Atem zählen, absichtsloses Sitzen usw. Es geht um die Erfahrbarkeit des Lebens an sich, auf die damit zusammenhängenden Sinnfragen, auf die wahren Dimensionen unserer Existenz, der Welt und des Kosmos.
Es geht darum, zu einer anderen Realität oder Ebene des Absoluten oder einer Leerheit der Wesenswelt zu gelangen, wo kein Gehen und Kommen in unterschiedlicher Gegensätzlichkeit existiert.
Es geht darum, Trost und inneren Frieden zu finden, den die Welt nicht gibt, gemäss Joh. 14,27, eben die geheimnisvollste Wirklichkeit des Absoluten (auch Gott, Brahman usw). In einer tiefen Erfahrung merkt man, dass die weltliche Realität und das Absolute nur in einer Wirklichkeit bestehen, dass die phänomenale endliche Welt von Freude, Schmerz und Leid und die unendliche schmerzlose und leidlose Welt nicht getrennt sind in der unmittelbaren Wirklichkeit, jenseits von Denk- und Glaubenswelt.
Der innere Mensch bleibt im Kontakt mit der absoluten, göttlichen Wirklichkeit mitten im Leid stets gesund.
Die eigentliche Krankheit ist die Trennung beider Zustände, resp. der Abwesenheit der absoluten Wirklichkeit.
Kodo Sawaki: „Zazen zu praktizieren bedeutet, immer mehr zu erfahren, dass du nahtlos mit dem ganzen Universum verbunden bist.“
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