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Autorenbild: Fredi Steiner
Fredi Steiner
25. Sept.
2 Min. Lesezeit

«Tat Tvam Asi» heisst «Das bist Du» (Chandogya Upanishad

6. Kapitel). Es bedeutet, dass das innerste Selbst des Menschen mit der göttlichen Urrealität identisch ist.

 

Ziel der Erkenntnis: Unwissenheit führt zu Bindung und Leiden, während die Selbsterkenntnis zur Befreiung (Moksha) führt.

Löst man Salz in Wasser auf, ist es unsichtbar, aber in jedem Schluck enthalten. So ist das unsichtbare Sat (reine Existenz) in allem gegenwärtig.

Namen und Formen sind blosse Erscheinungen, die unser eigenes Hirn konstruiert und vergegenwärtigt. Namen und Formen existieren nur im äusserlichen Leben. Begriffe und Formen verändern sich, aber das Substrat (Begriff «Sat»), bleibt unverändert, aber wir kennen es nicht mehr. Bindung entsteht aus der Unkenntnis des Selbst, Befreiung entsteht durch die Erkenntnis der Identität mit Sat, dem reinen Selbst.

Wer oder was bin ich in meinem Leben. Das Leben der meisten Menschen läuft im Abwesenheits- und Zerstreuungsmodus ab. Wir sind immer auf der Suche nach Befriedigung mit äusserlichen materiellen Dingen oder Reisen und suchen dort nach bedingtem Glück, das vergeht und schon sind wir wieder über Internet usw. auf der Suche nach neuen Glückszuständen.

 

Wir verpassen dabei einfach nur das Leben und inneren Frieden, der uns inneres Gleichgewicht gibt, wir sind und werden von Klein auf so konditioniert.

 

Tat Tvam Asi ist ein Weg, um innere und stabile Zufriedenheit zu finden als Ergänzung zu einer fragilen, äusseren Lebenssicht.

Wir finden zu einem Wissen, das sich alle Menschen selbst erarbeiten können, welches uns trägt und hält, in guten und in leidhaften Lebenssituationen durch Meditation.

 

 

Tat Tvam Asi ist eine tiefere Erkenntnis über:

-       Das Unendliche, das Ewige, die absolute Realität

-       Das Unsichtbare als das Wesentliche

-       Das Selbst (Atman) im ursprünglichen, reinen Zustand

-       Dieses Wissen verinnerlicht, bedeutet «Moksha» (Befreiung).

Das Unbedingte oder Nichtbedingte verlangt kein Verlassen der Welt oder verneinen des Mensch-seins. Es eröffnet sich, wenn wir die Verstrickungen im Leben durchschauen können, um wahrhaft da zu sein.

Zitat Arthur Schopenhauer: « Der wahre, tiefe Frieden und die vollkommene Gemütsruhe sind nur in der Stille und der Einsamkeit zu finden.»

Zitat Ramana Maharshi: «Halte dich an nichts fest, dann wird das, was immer schon da ist offenbart. Du bist nicht der Körper, der verändert sich; nicht der Verstand, er kommt und geht; nicht die Gefühle, die kommen und gehen, du bist das, was all das Kommen und Gehen sieht.»

Wissen und Unwissen vertragen sich im Leben mit rechter Sicht, um mit dem Alltag besser umzugehen.

 
 
 

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