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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 19. Juni 2023
  • 1 Min. Lesezeit

Wir versuchen stets unser Handeln durchzuplanen mit Einzug von Eventualitäten.

Der Tao-Praktizierende lässt die Spontanität handeln mit Vertrauen auf die richtige Geisteshaltung.


Für Laotse ist die ganze Verstrickung mit der empirischen Aussenwelt durch die Sinne und Begierden etwas Zweifelhaftes, das wahre Erkenntnis verhindert, was dafür einen falschen Schein erwirkt.

Da wo dieser Schein endet, entsteht das verborgene, wahre Sein, das ewig ist, jenseits des flüchtigen Wechsels unserer Eindrücke. Die Harmonie des Seins wird gemäss Tao durch Geburt und Tod nicht beeinflusst, sie bringt ewiges Leben, das über den Tod hinausgeht.


Ein Nicht-Handeln ist im Tao keine Untätigkeit, sondern eine grosse Empfänglichkeit für das, was sich vom metaphysischen Zustand auswirkt.


Text Nr. 1 von 81

“Der Sinn, den man ersinnen kann, ist nicht der ewige Sinn.

Der Name, den man nennen kann, ist nicht der ewige Name.

Jenseits des Nennbaren liegt der Anfang der Welt.

Diesseits des Nennbaren liegt die Geburt der Geschöpfe.

Darum führt das Streben nach Ewig-Jenseitigen zum Schauen der Kräfte,

das Streben nach dem Ewig-Diesseitigen zum Schauen der Räumlichkeit.

Beides hat einen Ursprung und nur verschiedene Namen.

Diese Einheit ist das grosse Geheimnis.

Und des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis:

Das ist die Pforte der Offenbarung der Kräfte.“

 
 
 

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©2022 ZEN Fredy Steiner

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