- Fredi Steiner

- 18. Juni 2021
- 2 Min. Lesezeit
Die Leerheit wird als Substanzlosigkeit oder Illusion aller weltlichen Phänomene gesehen, so kann sie nicht mit den Sinnen oder dem Denken erfasst werden.
Die Leerheit ergänzt unser weltliches Bewusstsein mit einer höheren, unfassbaren Dimension, welche Beständigkeit besitzt.
Meister Dogen sagt: «Leerheit ist nicht Nicht-Existenz sondern die Leerheit ist direkte Erfahrung der Wirklichkeit, so wie sie ist, jenseits von denken, fühlen und wahrnehmen.»
Nãgãrjuna sagte: «Wenn ihr die Buddha-Natur sehen wollt, gebt eure Ich-Sucht auf, sie ist weder gross noch klein, weder weit noch eng, sie ist ohne Glück und Belohnung, sie stirbt nicht noch wird sie geboren.» (Ich-Sucht Einbildung)
Wahres Wirken ist jenseits von Klang und Form und ist mit dem Intellekt nicht verstehbar.
Buddha-Natur ermöglicht ein Handeln, das frei von Hindernissen ist und wird nicht von den Fesseln des weltlichen Lebens behindert.
Mit dem reinen Zazen sind wir im Einklang mit allem und praktizieren das innere Gleichgewicht und die Weisheit.
Buddha-Natur oder Sein in einer höheren Dimension ist sogar jenseits des erleuchteten Wissens oder Verstehens. Ein Eindruck eines Wissens oder der Eindruck einer Erleuchtung hindert das höchste Sein.
Im Zustand der Einheit des Seins jenseits aller dualistischen Trennung erwacht die intuitive Weisheit, die im Sanskrit «Prajñã» heisst, welches im tiefsten Grund alle Menschen von Natur aus besitzen.
Sitzen mit aufrechter Wirbelsäule und mit freier Atmung, hilft uns das vegetative Nervensystem auszugleichen. In dem natürlichen Gleichgewicht in unserer Mitte verlieren Gedanken und weltliche Wahrnehmung an Kraft und führen zum Erwachen ohne Verzerrungen.
Wir gewinnen Gelassenheit gemäss Aussage von Dogen: «Selbst wenn dies alles so ist, fallen die Blüten, obwohl wir es bedauern und wächst das Unkraut, obwohl es uns nicht gefällt».
Abschluss:
Buddha-Natur erachte ich als ein Durchschauen des eigenen Wesens und der Welt und das sich einlassen können in den Moment. Daneben darf auch das weltliche Leben existieren.
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