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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 9. Dez. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

“Shikan“ bedeutet nur, “ta“ heisst etwas tun (Natur walten lassen) und “za“ ist reines sitzen. Shikantaza bedeutet, nichts anderes tun als sitzen als reinste Form des Seins. Das eigene Sein erfahren kann niemand für uns verwirklichen.

Alles, so wie es gerade ist, ohne Verfälschung oder eigene gedankliche Interpretation ist die Wirklichkeit oder die Wahrheit. Durch den idealistischen Ansatz wird die Welt durch abstraktes Denken mit Logik und Vernunft interpretiert. Der materialistische Ansatz versucht die Welt durch wissenschaftliche Experimente zu erklären, durch eine materialistische Denkweise.

Manche Menschen verwechseln die wahre Welt mit ihren eigenen, verzerrten Ansichten und glauben, dass ihre eigene individuelle Einstellung der wahren Welt entspricht.


Praktisch alle Menschen leben besonders heute in einer Welt der Gedanken und ihren Konstrukten und lassen sich durch ihre Sinneseindrücke eine eigene Individuelle Welt entstehen. Buddha wollte die Menschen dazu bringen, jeden Augenblick in der Wirklichkeit zu leben, den wirklichen Grund aller Augenblicke mit ihren Situationen zu erfassen und sich damit innerlich zu festigen.


Wenn wir im Zazen mit aufrechter Wirbelsäule mit freier Atmung sitzen, hilft das uns, das vegetative Nervensystem auszugleichen. In dem natürlichen Gleichgewicht in unserer Mitte verlieren Gedanken und Wahrnehmung an Kraft und finden so zu unserer reinen Mitte, zum Erwachen zur Wirklichkeit ohne Verzerrungen.


Mit dem Ausspruch von Dogen „Fallenlassen von Körper und Geist“ bedeutet dies, dass wir das dualistische Bewusstsein überschreiten und unser Leben ganzheitlich und unmittelbar erfahren. Dieses Handeln, in einem Zustand des reinen Seins, ist konkrete Erfahrung. Dieses Erfahren im Tun bedeutet, dass wir beim Zazen das wirkliche Leben erfahren.


„Wenn wir die zehntausend Dinge als von uns getrennt sehen, gibt es keine Täuschung und kein Erwachen, keine Buddhas und keine Lebewesen, kein Leben und keinen Tod.“

 
 
 

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©2022 ZEN Fredy Steiner

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