- Fredi Steiner

- 2. Apr. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Dogen, ein Zen-Patriarch 1200 – 1253, betonte stets, als Basis zu allem sich selbst zu erforschen. Auch in der Wolke des Nichtwissens heisst es, dass durch Selbsterkenntnis die Liebe zu seinem eigenen Wesen wächst. So sind wir immer weniger mit unserem Ego verhaftet, sondern wir können besser in Resonanz mit dem reinen Dasein leben und spüren eine universale und unmittelbare Verbundenheit.
Wer mit der Übung der Hingabe und einem Impuls der Liebe sein Leben gestaltet, wird stets von Grund auf erneuert.
Um so weit zu kommen braucht es einen richtigen Umgang mit aufkommenden Gedanken und eine entsprechende Geduld dazu. Durch Kontinuität wächst das innere Wesen und durch Hingabe verschwinden Anfangsschwierigkeiten, wir erfahren eine Dimension, die nicht mehr aussprechbar ist und nicht beschreibbar ist.
Es wäre allen Menschen möglich über sein eigenes ICH zu gelangen, was das weltliche Leben mit neuem Inhalt erfüllt. Wir lernen dabei die Seele zu kultivieren und den Weg zu einem besseren Dasein freizumachen.
Wir fühlen uns zuerst verloren ohne die weltlichen Dinge, mit denen wir uns identifizieren und welche das vermeintliche Ego bilden.
Wie bei Buddha geht es nicht um unsere Person, sondern um die Essenz einer Lehre oder Einsicht.
Während der Übung soll man die Aufmerksamkeit auf die Gedanken abbauen, um sich auf einen gehaltslosen Zustand zu fokussieren. Durch unsere innere Öffnung überlassen wir uns mit grosser Liebe einer Kenntniserweiterung.
Durch Demut und Hingabe finden wir letztlich zu unserem eigenen Lebensquell und können uns befreien von alltäglichen Unzulänglichkeiten, die unser Leben belasten oder wir können lernen, mit ihnen umzugehen.
Wir lernen so, unsere eigenen Leiden zu durchschauen und Licht erhellt unser Dunkel.
Abschluss:
In das Nichts einzulassen braucht Willensstärke und Überwindungskraft, ein Abheben von weltlichen Dingen die uns nur vermeidlichen Halt geben.
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