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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 19. Nov. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Nov. 2020

Im Text von Tagore wird vom Markt gesprochen, gemeint ist wohl der Alltag, wo wir uns behaupten müssen mit allen Freuden und Unzulänglichkeiten, welche wir stets in einem Korp mittrage und im Geist nicht ablegen können.


Rabindranath Tagore, 1861 – 1941, bengalischer Dichter und Philosoph.

«Wohin eilst du mit deinem Korb so spät am Abend, wo der Markt vorüber ist?

Sie alle sind mit ihren Lasten heimgekommen; der Mond lugt durch die Dorfbäume.


Das Echo der Stimmen, die nach der Fähre rufen, läuft über das dunkle Wasser zum fernen Sumpf, wo wilde Enten schlafen. Wohin eilst du mit deinem Korb, da der Markt vorüber ist?


Der Schlaf hat seine Finger auf die Augen der Erde gelegt. Die Krähennester sind still geworden und das Murmeln der Bambusblätter ist verstummt.

Wohin eilst du mit deinem Korb, da der Markt vorüber ist?»


Der Korb, unsere Lasten oder unser Rucksack, alle unsere weltlichen Belastungen und Zustände oder dieser oben erwähnte Markt, können wir nicht mehr ablegen und können innerlich nicht mehr zur Ruhe kommen. Wir verpassen, uns oder unser eigenes Selbst auch noch nach dem Markt oder dem Alltagsleben und kommen nie zur Ruhe und Ausgeglichenheit. Wir finden nicht zu uns selber.


Das innere Licht

Diese Quelle des Lichts, das wahre Selbst müssen wir jedoch selbst entdecken und wissen, dass dieses wahre Selbst auch zugänglich ist.

Die Worte Jesus: «Ihr seid das Licht der Welt» (Mat. 5,14) wären hilfreich, doch fällt es uns offenbar leichter zu glauben, dass sich dieses Licht nur ausserhalb von uns befindet und wir innerlich im Dunkeln verbleiben.


Wir brauchen eine gewisse Sehnsucht und Überwindungskraft, um in Resonanz zu unserem eigenen inneren Licht zu kommen. Wenden wir uns immer mal nach innen wie heute Abend, auch kleine Schritte bringen uns stets weiter.

 
 
 

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