- Fredi Steiner

- 27. Mai 2023
- 1 Min. Lesezeit
Beim Sitzen in der Stille geht es nicht darum zu sehen, welchen Gewinn wir dabei erhalten. Wenn wir Meditation für einen bestimmten Zweck praktizieren, wenden wir uns nicht nach innen, wir verbleiben in einer oberflächlichen, weltlichen Ebene und gelangen nicht auf einen intensiven Weg nach innen, da uns Gedachtes von der Stille absorbiert. Wir können uns nicht auf die Suche nach dem eigenen Sein machen und sind nicht in der Lage, den Moment zu erleben.
Im reinen Sein, ohne Erwartungen, kommt unser eigener Geist in die Lage, sich dem Unbekannten zu öffnen.
Indem wir uns sitzend in den Moment oder die Zeitlosigkeit einlassen, erlauben wir unserem Geist, seinen natürlichen Zustand anzunehmen, offen, gelassen und weit. Wir erfahren dabei ein offenes Gewahrsein, das uns im Alltag vorenthalten bleibt.
Gemäss Dogen sitzen wir, um sich jeden unmittelbaren Augenblick intensiv zu vergegenwärtigen.
Am Zweifel haftet nicht nur negatives. Wir und die Wissenschaft bringen unser spezifisches Wissen immer weiter und merken dabei, wie wenig wir trotzdem wissen und haben das Gefühl, dass wir uns ins Grenzenlose bewegen. Im Zweifel leben heisst sich weiter zu bewegen und den Weg ins Geheimnisvolle und Unbekannte weiterzugehen.
In unserer Philosophie kann dieser Weg nur jedes für sich finden und erfahren.
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