top of page
  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 15. Okt. 2021
  • 1 Min. Lesezeit

Die Übung des Zazen (Sitzen) bedeutet im Shõbõgenzõ (grosses Werk von Dogen, Zen Patriarch) folgendes:

«Hishiryo» bedeutet gemäss Sõtõ-Zen Schule, dass die letzte Wirklichkeit jenseits des Denkens ist. «Hi» bedeutet «nicht» und «Schiris» heisst «Denken oder Bewusstsein».

Gemäss Dõgen sind wir bei entsprechender Übung in einem völlig natürlichen Zustand als Einheit von Körper und Geist, aber ist dann unser normaler, alltäglicher Zustand unnatürlich?

In der Shikantaza-Tradition erleben die Praktizierenden die Einheit des reinen Seins in reinster Form, jenseits vom Ich-bezogenen Denken und Fühlen.

Unsere beiden Hirnhälften, Sympathikus (aktiviert Denkprozesse) und Parasympathikus (sorgt für Entspannung) beeinflussen unser vegetatives Nervensystem in Wechselwirkung. Wenn beide Systeme im Gleichgewicht sind, nennt man das im Sõtõ-Zen «Shinjin Datsuraku» als eine Befreiung vom persönlichen Bewusstsein von Körper und Geist. Man redet ja viel von Loslassen und Achtsamkeit.

Wenn wir nicht an Körper und Geist oder an unseren Gedanken fixiert sind, können wir im Zazen das Leben in reinere Form erfahren.

Buddha stellte fest, dass die reine Natur im Kosmos ohne Verfälschung oder eigene spekulative Annahmen und Vorstellungen so die Wirklichkeit bildet.

Manche Menschen verwechseln die wahre Welt mit ihren eigenen gemachten Ansichten und glauben, dass ihre eigene individuelle Einstellung der wahren Welt entspricht.

Vielleicht schadet es nicht, sich und die eigene konstruierte Welt mal zwischendurch zu hinterfragen durch Loslassen von eigenen Fixierungen, Liebe hilft enorm.

 
 
 

Kommentare


©2022 ZEN Fredy Steiner

bottom of page