- Fredi Steiner

- 20. Sept. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Ein Mann sagte zu Buddha, er höre ihm schon seit langer Zeit zu und habe dabei viele Mönche und Nonnen kennengelernt. Er habe dabei gesehen, dass sich von den Begleitenden manche zum Guten verändert haben durch freundliches, liebevolles und geduldiges Verhalten, andere aber ohne Veränderung oder einem schlechteren Verhalten, ungeduldig, unangenehm. Warum passiert das?
Buddha fragte ihn nach seiner Heimatstadt.
Der Mann sagte: «Ich komme aus Rãjagaha»
Buddha fragte: «Dann kennst du den Weg gut?»
Er sagte: «So gut, dass ich ihn sogar nachts im Dunkeln gehen kann»
Buddha: «Und wenn dich jemand fragt, wie er von hier nach Rãjagaha kommt, kannst du es im erklären?»
«Ich glaube kaum, dass ein anderer es besser könnte.»
Buddha: «Und wenn dieser dann trotzdem hier in Benares bleibt, weil er sich zu wenig sicher fühlt, ihn zu finden, ist es dann deine Schuld, dass er sich nicht aufmacht nach dem Ort?»
Der Mann sagte: «Nein, ich bin ja nur der Wegweiser, ich erkläre ihm ja nur den Weg.»
Buddha: «Ja, genauso mache ich es auch mit meinen Anweisungen an die Menschen.»
Der innere Weg muss jeder Mensch selbst finden.
Es gibt ein inneres Bedürfnis nach Wachstum, das uns auf unserem Weg weiterbringt und oft Respekt in uns auslöst, weil wir das Unbekannte fürchten und auch die Wehen vermeiden wollen, die gewöhnlich mit der Geburt des Neuen einhergehen. Wir investieren unser Vertrauen oft mehr in äußere vergängliche Sicherheiten als in die Weisheit und Zuverlässigkeit unserer eigenen Lebenskraft.
Der innere Weg ist der Weg in die Tiefe des Seins. In Zeit und Raum bedeutet das Entwicklung und Reifung, bis wir bereit geworden sind, zu springen und uns ins Bodenlose fallen zu lassen. Das ist der zweite Sprung, der uns zurück bringt zum Ursprung, zum grundlosen Grund.
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