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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 14. Nov. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Sogyal Rinpoche

«Meditieren heisst, dem unruhigen Geist Heimat gebe, im eigenen Atem.»


Meister Eckehart, Mystiker, 1260 – 1328

«Geh in deinen inneren Grund! Innwendig, im Innersten der Seele – da ist dein Leben und da allein lebst du!


«So viel Nichts (weltliches) dir anhaftet, so sehr bist du unvollkommen. Wollt ihr vollkommen sein so müsst ihr das Nichts los sein.» Das Nichts verstehe ich als die weltlichen Nichtigkeiten, welche uns stets vom Daheim oder vom Dasein wegbringen.


Wer nur einen Augenblick in diesen Grund gesehen hat, dem sind tausend Pfund Gold nicht mehr wert als ein falscher Heller. Aus diesem Grund heraus sollst du alle deine Werke wirken lassen ohne ein Warum.


Schweigen

Inmitten des Schweigens ward mir zugesprochen ein verborgenes Wort. Wo ist die Stätte, in der dieses Wort gesprochen wird? Es ist in dem Lautersten, in dem eigenen Grunde. Das Mittel dafür ist Schweigen, da hinein kann nie eine Kreatur oder ein Bild. Hier ist allein Ruhe und eine Wohnung für diese Geburt, dieses ist von Natur nur dem göttlichen Wesen ohne irgendein Mittel zugänglich. Von keinem Ding weiss die Kreatur so wenig, wie von sich selbst.

Der Mensch sollte allen Sinnen entweichen und all seine Kräfte nach innen kehren und in ein Vergessen aller Dinge und seiner selbst kommen.


Je mehr du ohne Bild bist, je mehr du empfänglich bist und je mehr du in dich gekehrt bist, umso näher bist du dir selber.


Ein heidnischer Meister sagte: «Ich werde etwas in mir gewahr das glänzet in meiner Vernunft. Ich merke wohl, dass es etwas ist, aber was es sei, das kann ich nicht verstehen, aber es dünkt mich, wenn ich es begreifen könnte, dann kennte ich die Wahrheit.»


Alle Wahrheit, die die Meister je lernten mit ihrer eigenen Vernunft und ihrem Verstand oder bis an den jüngsten Tag, die verstanden nie das Mindeste von diesem Wissen und diesem Verborgenen.

 
 
 

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