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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 19. März 2021
  • 1 Min. Lesezeit

Wie gehe ich mit aufkommenden Gedanken während der geistlichen Übung um?

Die eigene Verstandeskraft entwickelt Gedanken und Vorstellungen, die aus unserem Inneren aufsteigen. Es ist gut, wenn ein Gedanke durch Gnade und Demut geleitet ist, eben in einem Achtsamkeitszustand, dabei erkennen wir die Wahrheit über uns selbst zu unserem Leben, was uns stets festigt. Ein falsch geleiteter Gedanke kann kleinere oder grössere Unzulänglichkeiten bewirken, er führt zu Stolz, Eitelkeit, Arroganz oder sogar zu Betrug.


Da bei der Übung der Wolke des Nichtwissens nicht auf Gedanken eingegangen wird, können sie sich nicht entfalten und wir existieren dabei in einem reinen und geklärten Raum.


Im Leben gibt es grundsätzlich zwei Lebensformen, die Aktive und die Geistliche, beide Formen sind miteinander verbunden. Die höhere Stufe des aktiven Lebens ist zugleich die niedere Stufe des geistlichen Weges (Pilgern, Hingabe zu etwas usw). Normalerweise kennen wir nichts anderes und wir beginnen in dieser Welt mit dem aktiven Leben und wir verlassen diese Welt damit. Das geistliche Leben bleibt ewig ohne Ende, sagt der Mönch.


Das aktive Leben besteht aus frohen Erlebnissen, aber auch aus Auseinandersetzungen, Sorgen und Mühen. Das geistliche Leben entfaltet sich in der Stille und der Zurückgezogenheit, wo wir Geistesfrieden oder Ausgeglichenheit finden und uns nur auf das Eine und Notwendige ausrichten.


Der höhere Teil des aktiven Lebens besteht aus aufrichtigem Handeln und einer Grund-Liebeshaltung, um zu unserem wahren Selbst aufzusteigen, was dabei erst noch entfaltet wird, um zur Selbstwerdung zu gelangen.

 
 
 

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