- Fredi Steiner

- 12. Nov. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Hermann Hesse:
„Alle Bücher dieser Welt – bringen dir kein Glück – doch sie weisen dich geheim – in dich selbst zurück. – Dort ist alles, was du brauchst, - Sonne, Stern und Mond, - denn das Licht, wonach du frugst – in dir selbst wohnt. – Weisheit, die du lang gesucht in den Büchereien, - leuchtet jetzt aus jedem Blatt – denn nun ist sie dein.“
Ramana Maharshi über Licht
Wird der Geist nach innen zur Quelle des Lichts gerichtet, findet die objektive Erkenntnis ein Ende und allein das Selbst erstrahlt als inneres Herz.
Der Geist ist nützlich, weil er das Licht der Objekte gegenüber reflektiert. Wird der Geist nach innen gerichtet, erstrahlt die Quelle des Lichts von selbst und der Geist ist blass und unnötig, wie der Mond bei Tageslicht.
Der Atman vom stillen Geist bewirkt, nach innen gerichtet, einen freien, unzerstörbaren Gedankenraum. Aus Sicht der Advaita-Philosophie entspricht Atman dem absoluten Selbst (Brahman). So erkennt der Geist seine eigene Quelle und wird zum Selbst. Es ist ein Wechselspiel von Geist und Leere, bis der Geist still wird.
Wir lassen die Wandlungsformen des Geistes beiseite und lassen uns auf das Licht ein, dann wird der Geist still und das innere Licht erstrahlt aus sich selbst. So ist der Geist ein Mittel für die Selbstverwirklichung als ewige immer gegenwärtiger Zeuge.
Objekte sind grobstofflich und mit dem verstandesmässigen Geist erfassbar, das Licht ist reine Erkenntnis.
Ein Text aus der apokryphen Sammlung des Thomas Evangeliums:
„Es ist Licht im Inneren eines Lichtmenschen,
und er erleuchtet die ganze Welt.
Wenn er nicht leuchtet, ist Finsternis.“
Ich verstehe Finsternis als Verschlossenheit zum eigenen Herz, Licht, Selbst.
Ein Lichtmensch ist ein Träger oder er dient als Medium, welches das innere Licht mit seiner inneren Ausstrahlung in die Welt hinausträgt. Es gibt kein Licht ausserhalb eines Mediums, das fähig ist, erst Lichtenergie aufzunehmen und auszustrahlen, auch in der Wissenschaft.
Entspricht für mich auch der Bodhisattva-Philosophie
Kommentare