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  • Autorenbild: Fredi Steiner
    Fredi Steiner
  • 24. Juni 2022
  • 1 Min. Lesezeit

Ein buddhistischer Patriarch begegnete einem Kind, welches eine aussergewöhnliche Ausstrahlung hatte (es habe den Geist des alten Meisters Daiman übernommen).

«Wer bist du?» fragte der Patriarch, es sagte: «Ich habe kein gewöhnlicher Name». Der Patriarch fragte: «Was ist das für ein Name?». Das Kind sagte: «Buddha-Natur». Der Patriarch sagte: «So bist du das Nichts, die Buddha-Natur».

Der alte Meister Daiman sagte: «Weil die Buddha-Natur leer ist sprechen wir vom Nichts.» Die Buddha-Natur oder das Nichts kann man nicht bezeichnen. Alles was vor dem Nichts ist wie Namen, Bezeichnungen, Wertungen usw. trennen uns von der Buddha-Natur oder der Wirklichkeit. Das Nichts als Namenlos ist die reine Existenz selbst oder die unsagbare Wirklichkeit.

Das Nichts ist die letzte Möglichkeit - oder überhaupt das letzte Mögliche, um etwas Jenseitiges zu bezeichnen. Nur dieses Nichts ist die Wirklichkeit.

Meister Dogen sagt: «Leerheit ist Nicht-Existenz, das heisst, die Leerheit ist die unfassbare Wirklichkeit des Soseins».

Bei Dogen ist die Leerheit keine Abstraktion, sondern die direkte Erfahrung der Wirklichkeit, so wie sie ist, jenseits von denken, fühlen und wahrnehmen.


F. St

Wenn wir die Leerheit begreifen können, lernen wir den unzerstörbaren eigenen Grund kennen und mit ihm das reine Leben. Freude und Unzulänglichkeiten sind nur Gebilde, in jedem einzelnen Individuum, was ja auch sein darf, aber es ist nur ein Schein von Gedanken und Vorstellungen, welche flüchtig sind und uns trotzdem Stress verursachen, weil wir sie als wahr empfinden.


Alles ist im Grund nur Sosein, so wie das Universum letztlich auch nur im Sosein existiert und reagiert.

 
 
 

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